Manche Spiele verlangen das Beste von uns. Sobald wir in den Profi-Bereich wechseln, gibt es komplette E-Sport-Teams, die täglich trainieren, um ihre Fähigkeiten zu verbessern und die zusätzliche Millisekunde loszuwerden, die bei einem großen Turnier den Unterschied machen könnte. Wenn du dich schon einmal gefragt hast, wie hoch deine durchschnittliche Reaktionszeit ist und welchen Einfluss deine Hardware auf das Ergebnis hat, solltest du das Portal Human Benchmark besuchen.
Alles begann in einem Subreddit, in dem Nutzer die Vorzüge des Vega-11-Chips (integriert in den Ryzen 5 2400G) in CS:GO untersuchten. Schnell entstand die Diskussion darüber, wie viele Bilder pro Sekunde nötig sind, um Latenzen zu reduzieren und im Spiel eine gute Leistung zu erzielen. Ein Nutzer schlug vor, dass der endgültige FPS-Wert irrelevant sei, weil die durchschnittliche Reaktionszeit der Spieler nicht unter 200 Millisekunden liege. Der Austausch nahm schnell fast nukleare Züge an: Auf der einen Seite wurden die Vorteile bestimmter Mäuse und Monitore mit niedriger Latenz und hoher Bildwiederholfrequenz verteidigt, auf der anderen Seite hieß es, das sei reiner Placebo. Mich persönlich interessierten diese „200 Millisekunden“. Wie kann man sie berechnen? Inmitten des Chaos tauchte ein Link auf: Human Benchmark
Human Benchmark: Vergleichswerte für deine Fähigkeiten
Das Portal bietet insgesamt vier Tests: Reaktionszeit, Zahlengedächtnis, verbales Gedächtnis und visuelles Gedächtnis. Die Reaktionszeit wird ganz einfach gemessen: Klicke so schnell wie möglich, wenn das Feld von Rot auf Grün wechselt. Wiederhole die Aktion fünfmal, und das Portal zeigt deinen Durchschnitt.
Die Website stellt klar, dass ein schneller Computer, eine kabelgebundene Maus und ein Monitor mit niedriger Latenz und höherer Bildwiederholfrequenz das Ergebnis (bis zu einem gewissen Grad) beeinflussen. Den gesammelten Daten zufolge liegt der allgemeine Durchschnitt jedoch bei 215 Millisekunden. Ein Computer kann in manchen Fällen zwischen 10 und 50 Millisekunden hinzufügen, und wer einen Fernseher als Monitor nutzt, hat Verzögerungen von bis zu 150 Millisekunden erlebt.
Mit vier Stunden Schlaf, einem Standardmonitor mit 60 Hz und einer Logitech-M100-Maus für zehn Euro liegt meine Reaktionszeit bei etwa 221 Millisekunden – im Grunde eine über dem Durchschnitt. Wenn du ein Panel mit 120 oder 144 Hz und niedriger Latenz sowie eine Profi-Maus mit speziellen Schaltern hast, würde mich dein Ergebnis interessieren. Vergiss nicht, dass die Dinge auf der Hardwareseite noch einfacher sind.