IBM kündigte für geeignete Konfigurationen der FlashSystem 5600, FlashSystem 7600 und FlashSystem 9600 eine Erkennung verdächtiger Datenabflüsse direkt im FlashCore Module der fünften Generation an. Voraussetzung ist Firmware 9.1.2 oder neuer. IBM hatte den Verfügbarkeitsbeginn für Oktober 2026 angekündigt. Die Funktion ergänzt die Erkennung von Ransomware-Verschlüsselung und soll auffällige Leseaktivität melden (IBM).
Wie das Modul ungewöhnliche Lesezugriffe erkennt
Das FlashCore Module analysiert laut IBM jeden I/O-Vorgang und lernt für jedes Speichervolume das übliche Lesemuster. Routinemäßige Sicherungsläufe und Analysen soll es als vertraute Aktivitäten erkennen; ungewöhnliche Lesezugriffe markiert es als auffällig. Zur Bestätigung eines vermuteten Exfiltrationsereignisses nutzt das System ein 30-minütiges Konfidenzfenster.
IBM zufolge läuft die Analyse in der Speicherhardware. Sie benötigt demnach weder Endpoint-Agenten noch Host-Protokolle; Änderungen an Anwendungen seien nicht nötig, messbare Leistungseinbußen gebe es nicht.
Was die Fehlalarmquote unter 1 Prozent aussagt
IBM gibt eine Fehlalarmquote von unter 1 Prozent an. Der Wert beruht laut IBM auf Felddaten von Kunden mit FlashSystem 5600, 7600 oder 9600 und Firmware 9.1.2 oder neuer. IBM weist darauf hin, dass die Ergebnisse von Kunde zu Kunde variieren.
Die Funktion erkennt und meldet verdächtige Aktivität, damit IT-Teams sie untersuchen und darauf reagieren können. IBM beschreibt sie als Erkennung und Benachrichtigung, nicht als automatisches Blockieren oder Eindämmen eines Angriffs.
Verschlüsselung, FlashSystem.ai und künftige Erweiterungen
Für ruhende Daten bleibt AES-256 im Einsatz. IBM zufolge dient hybrides ML-KEM (FIPS 203) dazu, die Entsperr-PIN vom Speichercontroller zum FlashCore Module 5 zu übertragen. Hybride ML-DSA-Signaturen (FIPS 204) prüfen die Authentizität der Firmware.
FlashSystem.ai erhält kontextbezogene Empfehlungen, sitzungsübergreifenden Aufgabenkontext und Vorschläge für nächste Schritte. IBM zufolge sank der Aufwand für routinemäßige Bereitstellung mehrerer Volumes mit Safeguarded Copy und Disaster-Recovery-Richtlinien in internen, kontrollierten Labortests um bis zu 90 Prozent. Verglichen wurden die neuesten FlashSystem-Modelle mit FlashSystem.ai und dieselben Systeme ohne den Assistenten. IBM zufolge hängen die Ergebnisse von Umgebung, Integrationen, Richtlinien und Kenntnisstand der Anwender ab.
IBM beschreibt Secure HBAs als künftige Erweiterung für den Fibre-Channel-Datenpfad. Sie sollen eine spätere sitzungsbezogene Verschlüsselung ermöglichen.