Browser-Fingerprinting bündelt Merkmale, die Browser und Gerät beim Laden einer Website preisgeben. Der Inkognito-Modus von Chrome begrenzt bestimmte lokale Sitzungsdaten, verhindert diese Erfassung aber nicht.

Das ist wichtig, wenn du auf einem gemeinsam genutzten Gerät surfst: Nach dem Ende der Inkognito-Sitzung bleiben bestimmte Daten nicht im Browser gespeichert. Besuchte Websites und Netzwerkbetreiber können deine Aktivität trotzdem sehen.

Wie Browser-Fingerprinting funktioniert

Eine Website kann Merkmale des Browsers und des Geräts erfassen und zu einem Muster zusammenführen. Der Android-Police-Autor Rahul Naskar nennt als Beispiele Bildschirmauflösung, Informationen zur Grafikeinheit (GPU), Zeitzone, Spracheinstellungen und Betriebssystem. Das Muster kann einen Browser unterscheidbar machen, verrät aber nicht automatisch den Namen der Person dahinter.

Was Chrome im Inkognito-Modus lokal zurückhält

Wenn alle Inkognito-Fenster geschlossen sind, speichert Chrome den Browserverlauf, Cookies und Websitedaten sowie Formulareingaben aus der Sitzung nicht. Heruntergeladene Dateien und angelegte Lesezeichen bleiben dagegen erhalten. Websites und Netzwerkbetreiber können die Aktivität weiterhin sehen.

AspektInkognito-Modus in ChromeBrowser-Fingerprinting
Lokale SitzungsdatenVerlauf, Cookies und Websitedaten sowie Formulareingaben bleiben nach dem Schließen aller Inkognito-Fenster nicht gespeichert. Downloads und Lesezeichen bleiben erhalten.Bezeichnet das Erfassen und Zusammenführen von Browser- und Gerätemerkmalen beim Laden einer Website.
Sichtbarkeit beim BesuchBesuchte Websites und Netzwerkbetreiber können die Aktivität weiterhin sehen.Eine Website kann die empfangenen Merkmale zu einem Muster zusammenführen.

Für die lokale Privatsphäre auf einem gemeinsam genutzten Gerät kann der Inkognito-Modus nützlich sein. Er verhindert jedoch nicht, dass eine Website Merkmale des Browsers empfängt.

Was ein Fingerprinting-Test aussagt

Cover Your Tracks der Electronic Frontier Foundation (EFF) schätzt ein, wie leicht Tracker einen Browser anhand seiner Merkmale wiedererkennen könnten. Der Test erfasst nicht alle Trackingverfahren oder Schutzmaßnahmen. Ein Ergebnis wie „eindeutig“ gilt daher für die Merkmale und das Verfahren dieses Tests. Für sich genommen beweist es weder, dass jede Website den Browser identifizieren kann, noch dass ein Schutz versagt hat.

Was Brave über Shields sagt

Brave zufolge randomisiert Shields standardmäßig bestimmte Browsermerkmale, die fürs Fingerprinting genutzt werden, oder entfernt sie gelegentlich. Die Standardeinstellung heißt Standard. Brave zufolge erhöht die Einstellung Aggressiv den Schutz, zugleich steigt aber das Risiko, dass Websites nicht richtig funktionieren.