Intelligente Menschen bevorzugen es, mehr Zeit allein zu verbringen
Einsamkeit

Einsamkeit kann sich sehr negativ auf die Lebensqualität auswirken. Eine der wichtigsten Empfehlungen, um ihre Effekte zu bekämpfen, lautet: „rausgehen und Leute kennenlernen“. Doch nicht alle Menschen sind gleich – manche fühlen sich viel besser, wenn sie allein sind.

„Ich hasse Menschen“. Diesen Satz habe ich dutzende Male gehört, von ganz unterschiedlichen Personen, ohne etwas Gemeinsames.

Die Savannen-Glückstheorie

Beachtlich ist das, wenn man verschiedene Interpretationen bedenkt, insbesondere die sogenannte „Savannen-Glückstheorie“. Durch das Arbeiten in Gruppen hatten unsere Vorfahren Zugang zu nährstoffreicheren Nahrungsmitteln und waren besser vor den Elementen und der Feindseligkeit der Natur geschützt. Dadurch war ihre Lebensqualität höher, und das machte sie glücklicher.

Intelligente Menschen bevorzugen es, mehr Zeit allein zu verbringen
Die Theorie der Savanne spricht von einer Ablehnung dichter Gebiete und der Notwendigkeit des Kontakts. Für intelligente Menschen ist es genau das Gegenteil.

Laut einer im Jahr 2016 veröffentlichten Studie der Psychologen Satoshi Kanazawa von der London School of Economics und Norman Li von der Singapore Management University hat die Savannen-Theorie ihre Berechtigung: Bei der Analyse der Daten von 15.000 Teilnehmern stellten sie fest, dass eine hohe Bevölkerungsdichte die Zufriedenheit verringert, aber eine größere Anzahl sozialer Interaktionen sie erhöht. Mit anderen Worten: weite Räume und ständiger Kontakt. Allerdings …

… gibt es ein Sternchen in der Studie, das intelligente Menschen betrifft. Wir können endlos darüber diskutieren, wie man Intelligenz am „wissenschaftlich korrektesten“ quantifizieren kann, aber der Text legt nahe, dass Personen mit einem höheren IQ weniger glücklich sind, wenn sie zu viel mit Freunden und Familie interagieren. Warum? Eine Idee ist, dass intelligentere Menschen mit der Fähigkeit, ihre Intelligenz anzuwenden, langfristige Ziele priorisieren und ein Übermaß an Sozialisation zur Ablenkung wird, was ihre Lebensqualität verringert.

Dennoch stützt sich die Savannen-Theorie auf eine einfache „evolutionäre Verdrahtung“: Das menschliche Gehirn bevorzugt ländliche Umgebungen mit weniger Menschen. Der Unterschied besteht darin, dass intelligente Menschen sich besser an moderne Herausforderungen anpassen können, die negativen Aspekte hoher Bevölkerungsdichte besser aushalten und weniger auf den Kontakt zu anderen angewiesen sind. Interessante Theorie, aber eben nur eine Theorie. Für viele ist Glück eine Wahl und kein Ergebnis früherer Bedingungen. Was denkst du?

Zugang zur Studie

https://old.neoteo.com/el-efecto-de-la-puerta-o-por-que-te-olvidas-las-cosas-al-pasar-de-una-habitacion-a-otra/