Internet Explorer gibt alles preis, was du in die Adressleiste tippst
Internet Explorer

Das Letzte, was Internet Explorer braucht, ist ein weiterer Sicherheitsvorfall. Die historischen Reputationsprobleme, das Scheitern von Microsoft Edge und der ständige Druck aus der Unternehmenswelt helfen dem Browser nicht gerade, aber jetzt entdecken wir, dass die neueste Version einen Fehler hat, der alles preisgeben kann, was wir in die Adressleiste tippen. Auch wenn der Hack das Erstellen einer Webseite erfordert, beruhigt uns die Tatsache, dass der Inhalt der Leiste für Unbefugte transparent ist, nicht gerade.

Internet Explorer lebt noch

Internet Explorer. Ja, es existiert immer noch. Nein, Microsoft möchte lieber, dass wir Edge verwenden. In einer perfekten Welt für Redmond würden wir alle mit Edge im Web surfen. Ich gebe zu, dass an diesem Browser nichts grundlegend Schlechtes ist, aber es sind diese „viele kleine Details“ die den durchschnittlichen Benutzer frustrieren und dazu führen, dass er sich seiner Einführung widersetzt. Wer nutzt Internet Explorer heute noch? Zunächst einmal ein großer Teil der Unternehmenswelt. Deren Regeln sind anders, und Kompatibilität ist etwas, das sie nicht leicht opfern wollen. Dann gibt es Benutzer unter Windows 7 oder Windows 8.x, die an die Funktionalität von IE gewöhnt sind und nichts Verlockendes im Angebot der Konkurrenz sehen. Fast 10 Prozent des Marktes surfen mit Internet Explorer, und wenn es eine Sicherheitslücke gibt, ist das nicht unwichtig.

Die Sicherheitslücke

Der Sicherheitsforscher Manuel Caballero vom Portal Broken Browser entdeckte einen Fehler in der neuesten stabilen Version von Internet Explorer, der es einem bösen Element ermöglicht, alles zu protokollieren, was der Benutzer in die Adressleiste eingibt. Egal ob Website, IP-Adresse eines Routers, privates Portal oder einfache Suche an die konfigurierte Suchmaschine, der Browser wird diesen Inhalt preisgeben. Der Proof of Concept ist eine Seite, die ein Skript im Hintergrund ausführt und den Prozess absichtlich unterbricht. Wenn der Angreifer möchte, kann er die Daten aus der Adressleiste stehlen und den Browser seinen Lauf nehmen lassen, völlig transparent.

Internet Explorer gibt alles preis, was du in die Adressleiste tippst
Die Akzente machen das Ergebnis ein wenig chaotischer, aber es ist da.

Die Sprecher von Microsoft haben dazu nicht viel gesagt. Alles deutet darauf hin, dass Internet Explorer nicht ganz oben auf ihrer Prioritätenliste steht, und ein Hotfix zur Behebung dieses Fehlers wird (bestenfalls) mit der nächsten Runde von Patches kommen.

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