Apple hat iOS 27 und iPadOS 27 am 14. September 2026 veröffentlicht. Das zugehörige Sicherheitsbulletin umfasst mehr als 120 Einträge und betrifft unter anderem Codeausführung, Kernel- und Root-Rechte, Sandbox-Ausbrüche, den Zugriff auf sensible Daten, Datenschutzumgehungen und Denial-of-Service-Probleme. In Deutschland war iOS 27 an diesem Tag für kompatible iPhones verfügbar.

Mehr als 120 Sicherheitskorrekturen für iPhone und iPad

Die Zahl beschreibt die Sicherheitseinträge im Bulletin für iOS 27 und iPadOS 27. Sie ist keine separat ermittelte Zahl eindeutig voneinander abgegrenzter Schwachstellen. Apple führt Korrekturen für zahlreiche Systembestandteile auf.

Besonders weitreichend sind die Fehlerklassen im Kernel, dem zentralen Kern des Betriebssystems. Einige der beschriebenen Probleme konnten unter bestimmten Bedingungen die Offenlegung, Beschädigung oder Analyse von Kernel-Speicher ermöglichen. Andere Fehler konnten einer schädlichen App möglicherweise Root-Rechte verschaffen.

Auch WebKit, die Browser-Engine von Safari, erhielt mehrere Korrekturen. Sie betreffen unter anderem manipulierte Webinhalte, einen universellen Cross-Site-Scripting-Angriff über ein präpariertes Webarchiv, Abstürze von Safari und die Offenlegung sensibler Informationen.

Welche Geräte iOS 27 und iPadOS 27 abdecken

Apple nennt für die beiden neuen Systemversionen folgende Gerätebereiche:

SystemUnterstützte GeräteVeröffentlichungSicherheitsumfang
iOS 27iPhone 11 und neuer14. September 2026Unter anderem Korrekturen für Codeausführung, Kernel- und Root-Rechte, Datenschutz, Authentifizierung, Netzwerkfunktionen und Denial of Service
iPadOS 27iPad Pro 12,9 Zoll ab 4. Generation; iPad Pro 11 Zoll ab 2. Generation; iPad Air ab 4. Generation; iPad ab 9. Generation; iPad mini ab 6. Generation14. September 2026Unter anderem Korrekturen für Codeausführung, Kernel- und Root-Rechte, Datenschutz, Authentifizierung, Netzwerkfunktionen und Denial of Service

Damit erhalten das iPhone 11 und neuere iPhone-Modelle den neuen Sicherheitsstand. Auf dem iPad reicht die Liste vom iPad mini der 6. Generation bis zu den genannten iPad-Pro-, iPad-Air- und iPad-Generationen.

iOS 26.7 und iPadOS 26.7 bleiben eine eigene Linie

Apple veröffentlichte am selben Tag auch iOS 26.7 und iPadOS 26.7 als separate Sicherheitsupdates für Geräte auf der vorherigen Hauptversion. Diese Updates enthalten eigene Korrekturen, unter anderem für ImageIO, den Kernel, IOGPUFamily, CoreMedia Video Toolbox und WebKit.

Die beiden älteren Versionen sind damit nicht automatisch sicherheitsseitig gleichgestellt mit iOS 27 und iPadOS 27. Wer auf der vorherigen Systemgeneration bleibt, erhält zwar weiterhin ein separates Update, aber dessen veröffentlichter Umfang deckt nicht zwangsläufig jeden Eintrag aus dem Bulletin von iOS 27 und iPadOS 27 ab.

Was über eine Ausnutzung bekannt ist

Im Bulletin wird keine Schwachstelle als bereits in Angriffen ausgenutzt gekennzeichnet. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass keine Ausnutzung stattgefunden hat. Entscheidend für die unmittelbare Einordnung bleibt der veröffentlichte Umfang: Apple hat mehr als 120 Sicherheitseinträge für die neue iPhone- und iPad-Systemgeneration korrigiert.