Am 9. September 2026 stellte Apple für das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max eine neue Kameraarchitektur vor. Die 48-MP-Fusion-Hauptkamera soll eine mechanische variable Blende mit vier Stufen erhalten. Gleichzeitig soll Apple Reference Image eine separate Referenzversion eines Fotos neben dem normalen Bild speichern, damit beide Versionen später verglichen werden können.

Was Apple Reference Image leisten soll

Apple Reference Image ist als eigener Aufnahmemodus gedacht. Dabei sollen Sensordaten kryptografisch signiert und über Private Cloud Compute zu einer unveränderlichen Referenzversion verarbeitet werden. Die Referenzaufnahme soll anschließend neben dem gewöhnlichen Foto in der Fotos-App liegen.

Der vorgesehene Nutzen ist der direkte Vergleich zwischen beiden Versionen: So soll sich erkennen lassen, ob das fertige Bild nach der Aufnahme verändert wurde. Das Verfahren macht aus dem bearbeiteten Endbild jedoch nicht automatisch ein unverändertes Original. Welche Arten von Änderungen der Vergleich genau erkennt, ist nicht beschrieben.

Apple hat außerdem Unterstützung für den Wasserzeichenstandard SynthID in Aussicht gestellt. Zeitpunkt und genauer Ablauf dieser Verbindung bleiben offen.

Die Kamera-Hardware hinter dem Umbau

Die Hauptkamera des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max soll vier mechanische Blendenpositionen bieten: ƒ/1.48, ƒ/1.8, ƒ/2.8 und ƒ/4.0. Die Auswahl soll automatisch oder manuell möglich sein. Die Mechanik arbeitet mit sechs Blendenlamellen.

Die Kamera-App soll zusätzlich manuelle Einstellungen für Blende, Verschlusszeit und Weißabgleich sowie ein Histogramm erhalten. Bei Videoaufnahmen sollen sich Cinematic-Effekte nachträglich auf Material mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde anwenden lassen. Auch Zeitrafferaufnahmen in 4K mit Dolby Vision HDR gehören zu den angekündigten Funktionen.

Was die vier Blendenstufen verändern

Eine große Öffnung wie ƒ/1.48 lässt mehr Licht durch. Kleinere Öffnungen wie ƒ/2.8 oder ƒ/4.0 geben Fotografen mehr Kontrolle über die Bildgestaltung. Welche Wirkung im fertigen Foto entsteht, hängt weiterhin von Motiv, Licht, Objektiv und Sensor ab.

Die vier Positionen machen die Blende zu einem echten Bedienparameter und nicht bloß zu einer Software-Simulation. Zusammen mit Verschlusszeit, Weißabgleich und Histogramm richtet sich das System stärker an Nutzer, die ihre Aufnahmen bewusst steuern möchten.

Variable Blende ist keine neue Smartphone-Idee

Apple führt mit der variablen Blende kein völlig neues Smartphone-Konzept ein. Das Nokia N86 wurde bereits 2009 als frühes Beispiel genannt. Samsung setzte beim Galaxy S9 und Galaxy S9+ aus dem Jahr 2018 auf zwei Positionen, ƒ/1.5 und ƒ/2.4. Das iPhone 18 Pro soll nun vier Positionen mit automatischer und manueller Auswahl verbinden.

GerätJahrBlendenkonfiguration
Nokia N862009Variable Blende
Samsung Galaxy S9 und S9+2018ƒ/1.5 und ƒ/2.4
iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max2026ƒ/1.48, ƒ/1.8, ƒ/2.8 und ƒ/4.0; automatisch oder manuell wählbar

Regionale Grenze der Referenzfunktion

Apple Reference Image ist laut der angezeigten Funktionsbeschreibung in der Europäischen Union und in China nicht verfügbar. Damit gilt diese Einschränkung auch für Deutschland. Die mechanische Blende und die übrigen angekündigten Kameraeinstellungen sind davon als getrennte Hardware- und Bedienfunktionen zu unterscheiden.

Für deutsche Nutzer liegt der entscheidende Unterschied daher zwischen der Kamera-Hardware und der Referenzfunktion: Die vier Blendenstufen, die manuellen Bedienelemente und die Videofunktionen gehören zur angekündigten Kameraarchitektur; Apple Reference Image soll dagegen innerhalb der Europäischen Union nicht bereitstehen.