Am 6. Oktober 2026 wurde Jamie Dimons Einschätzung bekannt, das KI-bezogene Cyberrisiko sei nach Anthropic Mythos um das Zehnfache gestiegen. Der CEO von JPMorgan Chase & Co. äußerte sich dazu in einem TV-Interview am Dienstag. Die Zahl ist seine Einschätzung, kein unabhängig ermittelter Messwert.

Jamie Dimons Warnung zu Mythos und Cyberrisiken

Dimon sagte, KI habe Schwachstellen geschaffen, die zuvor unbekannt gewesen seien. Seine Aussage bezog sich auf das allgemeine Cyberrisiko nach Mythos; eine Berechnung oder einen Ausgangswert für den genannten Anstieg nannte er nicht.

Was die AISI-Auswertung untersuchte

Das UK AI Security Institute (AISI) bewertete Claude Mythos Preview in kontrollierten Cyberübungen. Die simulierten Umgebungen hatten keine aktiven Verteidiger und keine verbreiteten Abwehrwerkzeuge. Die Ergebnisse beschreiben daher Leistungen in konkreten Testszenarien; Dimons Einschätzung betrifft eine allgemeine Risikobewertung.

In einer auf Betriebstechnik ausgerichteten Simulation blieb Claude Mythos Preview in den IT-Abschnitten stecken. Das ist ein Ergebnis dieses einzelnen Tests.

Anthropic berichtete am 7. April 2026, Claude Mythos Preview habe auf entsprechende Anweisung Schwachstellen in großen Betriebssystemen und Webbrowsern gefunden. Mit Project Glasswing beschrieb das Unternehmen einen zunächst begrenzten Zugang für defensive Arbeiten an wichtiger Software.

Mythos Preview und Mythos 5.1

Die AISI-Auswertung bezog sich auf Claude Mythos Preview. Eine separate Zugangsangabe von Anthropic betraf Mythos 5.1: Auf der am 7. Oktober 2026 erfassten Mythos-Seite erklärte das Unternehmen, der Zugang sei auf eine kleine Gruppe geprüfter Organisationen beschränkt.