Im Interview mit Bloomberg-Reporterin Emily Chang in London sagte Jensen Huang am 14. Oktober 2026, NVIDIA könne einem Kunden, der unsichere KI entwickelt, hypothetisch die Chipversorgung entziehen. Vor einem solchen Schritt wolle er aber zunächst mit dem Kunden sprechen, berichtete Bloomberg. Huang beschrieb damit eine mögliche Reaktion, keinen bereits vollzogenen Lieferstopp.
Ein möglicher Lieferstopp – nach einem Gespräch
Huang sagte, NVIDIA führe nicht die Geschäfte seiner Kunden und könne nur begrenzt beurteilen, wie diese die Technologie des Unternehmens einsetzen. NVIDIA liefere allgemeine Technologie, erklärte er – ein wichtiger Vorbehalt bei der Frage, wann ein Kunde als Entwickler unsicherer KI gelten könnte.
Huang setzt auf Technik und Tests
Die Antwort knüpft an eine frühere Position des NVIDIA-Chefs an. Am 15. September 2026 sagte Huang laut CNBC, KI-Sicherheit und Tests seien technische Entwicklungsaufgaben. Wenn Unternehmen ihre Produkte sorgfältig prüften, seien aus seiner Sicht weder neue KI-spezifische Gesetze noch kartellrechtliche Ausnahmen nötig.
In einem früheren CNN-Interview empfahl Huang, KI-Agenten in geschützten Umgebungen abzuschirmen und ihre Aktivitäten fortlaufend zu überwachen. Produkte, die als unsicher gelten, sollten seiner Ansicht nach nicht veröffentlicht werden. Das sind seine Vorschläge für den Umgang mit Risiken.
Auch die Verbindung zwischen Sicherheitszusagen und Unternehmensplänen war Thema eines separaten NeoTeo-Berichts über Sam Altman und OpenAIs möglichen Börsengang.