Am 29. Oktober 2026 sagte Nvidia-Chef Jensen Huang in einem Bloomberg-Interview, Nvidia habe sämtliche GPU-Einsätze bei Megaspeed geprüft und gezählt. Das Unternehmen habe keine Hinweise gefunden, dass seine KI-Prozessoren illegal nach China geliefert worden seien. Taiwan News berichtete am 30. Oktober über das Interview.
Was Huang über Alice Huang sagte
Huang beschrieb seine Kontakte zu Alice Huang als normal und auf Megaspeed bezogen. Die US-Regierung habe ihn nicht über ihre Verdachtsmomente gegen sie informiert. Alice Huang arbeite nicht mehr für Megaspeed, sagte er.
Was über die Vorwürfe berichtet wurde
Laut einem Bericht der New York Times vermuteten US-Geheimdienste, Alice Huang, eine frühere Megaspeed-Managerin, habe Informationen für Peking gesammelt. Die Geheimdienste hätten durch Überwachung und ein sogenanntes Unmasking-Verfahren Kontakt zwischen ihr und Jensen Huang identifiziert. Dabei wird die Identität einer US-Person in einem Geheimdienstbericht offengelegt. Die chinesische Botschaft wies die Vorwürfe zurück.
Die Untersuchung zu Megaspeed soll Ende 2024 beim US-Handelsministerium begonnen haben. Ein Beamter habe Nvidia-Ausrüstung in Kartons in einem Rechenzentrum in Malaysia gesehen. Anfang 2026 habe das US-Justizministerium die Untersuchung übernommen.
Nvidias Prüfung und die staatliche Untersuchung
Nvidias Prüfung war eine interne Untersuchung des Unternehmens. Die gemeldete Untersuchung der US-Behörden lief über einen eigenen Weg. Huang sagte, Nvidia habe alle GPU-Einsätze bei Megaspeed erfasst und keine Hinweise auf illegale Lieferungen nach China gefunden. Er beschrieb damit Nvidias Ergebnis, nicht das Ergebnis der staatlichen Untersuchung.