Beim Herunterladen einer Datei aus unbekannter Quelle ist für viele Benutzer der Dienst VirusTotal die erste Verteidigungslinie. Mehr als 60 Antiviren-Engines sind an der Analyse beteiligt, eine davon ist die von Kaspersky. Aber nichts hindert das Unternehmen daran, ein ähnliches Online-Tool zu entwickeln. So sind wir bei Kaspersky VirusDesk angelangt, das neben der Überprüfung von Dateien auch den Ruf von Websites prüfen und verdächtige Aktivitäten melden kann.

Kaspersky VirusDesk: Neues Online-Tool zur Suche nach Malware
VirusDesk

Viele unserer Leser weisen uns darauf hin, wenn ein empfohlenes Programm eine Warnung bei VirusTotal auslöst, und das ist ausgezeichnet, auch wenn es sich um einen Fehlalarm handelt. Das zeigt, dass sie sich der Sicherheit ihres Computers bewusst sind und die Risiken verstehen, die mit einem fragwürdigen Download verbunden sind. Wir können endlos über den Wert lokaler Antivirenprogramme diskutieren, aber VirusTotal ist zu einem robusten Verbündeten geworden und sammelt Millionen von Analysen pro Woche. Kaspersky ist einer der Namen, die in der Liste der mit VirusTotal kompatiblen Engines erscheinen, aber das Unternehmen hat beschlossen, seine eigene Interpretation eines Online-Scanners in Form von Kaspersky VirusDesk zur Verfügung zu stellen.

Kaspersky VirusDesk: Neues Online-Tool zur Suche nach Malware
Wenn wir Zweifel haben, können wir angeben, dass wir mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, und eine Kopie der Datei an Kaspersky senden.

So funktioniert Kaspersky VirusDesk

Die Bedienung ist unkompliziert. Wir müssen lediglich die zu analysierende Datei hochladen oder einen Weblink zur Überprüfung seiner Reputation senden. Kaspersky VirusDesk kann mitteilen, dass die Datei sauber oder infiziert ist, verwendet aber in einigen Fällen auch die Kategorie „verdächtig“. Bei Links vergleicht VirusDesk sie mit der Reputationsdatenbank der Kaspersky Security Network. Es ist wichtig zu betonen, dass VirusDesk den Inhalt dieser Websites oder Weiterleitungen nicht verarbeitet. Die maximale Größe beträgt 50 Megabyte – ein Schritt zurück gegenüber den 128 Megabyte von VirusTotal. Wenn jedoch das Ziel darin besteht, mehrere Dateien gleichzeitig zu scannen, können sie in einer ZIP-Datei mit dem Passwort „infected“ oder „virus“ gespeichert werden. VirusDesk entpackt die ZIP-Datei und analysiert alle enthaltenen Dateien.

Ergebnisse anfechten

Ein weiteres sehr interessantes Merkmal von Kaspersky VirusDesk ist die Möglichkeit, Ergebnisse anzufechten. Wenn eine Datei als sicher eingestuft wird und wir nicht einverstanden sind, können wir auf den Button klicken und eine Kopie an das Labor senden. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass VirusDesk VirusTotal ersetzen wird, aber es durchaus als Ergänzung dienen kann.

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