Wenn du Gemini in Chrome oder Copilot in Edge den Zugriff auf Browserseiten entziehen willst, schalte in Chrome die automatische Freigabe des aktuellen Tabs aus und in Edge „Context Clues“. Beide Einstellungen begrenzen den Browserkontext, den der jeweilige Assistent für Antworten nutzt. Die Assistenten selbst und separate Kontoeinstellungen bleiben davon unberührt.
Gemini in Chrome: automatische Tabfreigabe ausschalten
Auf dem Computer verwendet Gemini in Chrome nach der Aktivierung standardmäßig den aktuellen Tab. Du kannst bis zu zehn weitere offene Tabs freigeben. Google beschreibt die Freigabe und ihre Einstellungen in der Chrome-Hilfe.
- Öffne in Chrome Einstellungen > KI-Innovationen > Gemini in Chrome > Berechtigungen.
- Schalte „Share current tab by default“ aus. Damit wird der aktuelle Tab in neuen Chats nicht automatisch freigegeben. Du kannst Tabs weiterhin manuell teilen und Gemini weiter nutzen.
- Um einen bereits freigegebenen Tab zurückzunehmen, öffne in Gemini „Show shared tabs“ und entferne den betreffenden Tab.
Google führt „Media understanding“ und „Let Gemini browse for you“ als separate Berechtigungen. Die erste betrifft Fragen zu Audio oder Video, das bereits auf Medienseiten abgespielt wurde. „Let Gemini browse for you“ erlaubt Gemini, mehrstufige Aufgaben auf Websites zu übernehmen. Wer diese Funktionen einschränken möchte, muss ihre jeweiligen Einstellungen zusätzlich prüfen.
Copilot in Edge: Context Clues ausschalten
In Edge nutzt Copilot je nach Anfrage und Einstellungen möglicherweise Informationen wie URL, Seitentitel, Seiteninhalt oder Screenshots sowie den Browserverlauf. Microsoft nennt dafür diesen Pfad: Öffne Mehr (…) > Einstellungen > Copilot und KI und schalte „Allow Copilot to read context clues on the web“ aus. Danach verwendet Copilot laut Microsoft keine Browserdaten mehr für kontextbezogene Anfragen. Antworten können dadurch allgemeiner ausfallen.
| Browser und Assistent | Einstellung | Wirkung beim Ausschalten | Was separat bleibt |
| Chrome mit Gemini | Einstellungen > KI-Innovationen > Gemini in Chrome > Berechtigungen > „Share current tab by default“ | Der aktuelle Tab wird in neuen Chats nicht automatisch geteilt. | Manuelles Teilen bleibt möglich; „Media understanding“ und „Let Gemini browse for you“ sind separate Berechtigungen. |
| Edge mit Copilot | Mehr (…) > Einstellungen > Copilot und KI > „Allow Copilot to read context clues on the web“ | Copilot nutzt keine Browserdaten für kontextbezogene Anfragen. | Die Einstellung betrifft den Browserkontext, nicht den Gesprächsverlauf. |
Browserkontext und gespeicherte Aktivitäten
Die Chrome-Freigabe und Googles Gemini Apps Activity sind getrennte Einstellungen. Google zufolge wird Seiteninhalt, den Gemini in Chrome verwendet, vorübergehend im Google-Konto protokolliert und erscheint nicht in Gemini Apps Activity. Wenn du bei einem persönlichen Konto Keep Activity ausschaltest, bleiben künftige Chats bis zu 72 Stunden mit dem Konto verknüpft und werden nicht zum Trainieren der KI-Modelle verwendet, sofern du kein Feedback einreichst. Ist Keep Activity eingeschaltet, beträgt die standardmäßige automatische Löschfrist für Aktivitäten 18 Monate; du kannst stattdessen drei oder 36 Monate oder keine automatische Löschung wählen. Von menschlichen Prüfern geprüfte Chats und zugehörige Daten können nach der Trennung vom Konto bis zu drei Jahre aufbewahrt werden. Google erläutert diese Regeln im Gemini-Datenschutz-Center und in der Hilfe zur Aktivitätenverwaltung.
Microsoft zufolge wird der Browserkontext nicht im Copilot-Gesprächsverlauf gespeichert; dort stehen jedoch die Eingabe und die Antwort. Context Clues ist eine Einstellung zur Nutzung von Browserdaten für kontextbezogene Anfragen, keine Löschfunktion für Unterhaltungen. Microsoft beschreibt den Unterschied in der Edge-Hilfe.
Was die Angaben für Deutschland bedeuten
In Googles Liste unterstützter Regionen für erwachsene Nutzer ist Deutschland nicht aufgeführt. Der Zugang zu Gemini in Chrome hängt außerdem von Gerät, Sprache, Konto, Alter und Anmeldung ab; Google führt die Funktion schrittweise ein. Die Chrome-Hilfe nennt die regionalen Angaben und Voraussetzungen.
Microsofts EU-Standard gilt für die Richtlinie EdgeEntraCopilotPageContext bei Microsoft-Entra-Profilen in der Edge-Seitenleiste: Ist die Richtlinie nicht konfiguriert, ist der Zugriff in EU-Regionen standardmäßig ausgeschaltet. Nutzer können die Einstellung ändern, sofern eine Administration sie nicht verwaltet. Das ist keine allgemeine Vorgabe für alle persönlichen Edge-Profile. Microsoft erklärt den Geltungsbereich der Richtlinie.