Custom Firmware für den M-VAVE FM-1 ist alternative Gerätesoftware, die den kompakten FM-Synthesizer um andere Funktionen und Arbeitsabläufe erweitern kann.

Warum das wichtig ist: Stock V16 und FM1 Open V14 sind getrennte Firmware-Zweige. Ihre Versionsnummern gehören nicht zu einer gemeinsamen Folge.

Stock V16 und FM1 Open V14 sind getrennte Zweige

M-VAVE führt auf seiner FM-1-Produktseite die Stock-Firmware V16 mit dem Datum 21. Oktober 2026. Das FM1-Open-Repository bezeichnet den eigenständigen Open-Zweig als V14.

Firmware-ZweigVersionskennungRolle
Stock-FirmwareV16, gelistet mit Datum 21. Oktober 2026Offizielle Firmware für den FM-1
FM1 OpenV14Offener Anwendungs- und Entwicklungszweig für den FM-1

Bei FM1 Open ist die Anwendung unter GPLv3 mit einer Ausnahme für die Verknüpfung mit dem FM1 SDK lizenziert. Die Synthese-Engine selbst wird als binäres SDK mit separaten Bedingungen bereitgestellt. „Open“ beschreibt also nicht sämtliche Bestandteile des Geräts oder der Software.

Was FM1 Open V14 mit Projekten und Samples macht

FM1 Open V14 beschreibt acht Spuren, acht Sample-Slots und 16 FX-Demos. Die acht Slots teilen sich rund 19,55 Sekunden neuen Sample-Speicher. Projektdateien enthalten die Sample-Audiodaten nicht; Sample-Bänke müssen deshalb separat gesichert werden.

Auch Projekt- und Sample-Formate lassen sich beim Wechsel der Firmware nicht automatisch übertragen. Ältere Firmware kann außerdem Einstellungen für Spuren, die unabhängige Stimmenbibliothek oder erweiterte und synchronisierte Delay-Einstellungen aus V14 möglicherweise nicht unterstützen. FM1 Open V14 dokumentiert BLE-MIDI-Eingang sowie USB- und BLE-MIDI-Ausgang. Diese Angaben beziehen sich auf diesen Zweig.

Die FM1 Workbench kann Projekte, Samples und DX7-Stimmen verwalten und das Instrument in einer Browser-Vorschau wiedergeben. Das ist eine andere Funktion als ein Hardware-Flash, bei dem Firmware auf den FM-1 geschrieben wird.

Kompatibilität hängt vom Zielprojekt ab

Die Dokumentation zu FM1 Open V14 beschreibt die Migration von kompatibler Drittanbieter-Firmware und nennt Prüfungen mit ausgewählten Versionen. Ars Technica berichtete über eine Community-Empfehlung, vor einem Wechsel zwischen Custom-Firmwares zu Stock V15 zurückzukehren; der Bericht bezeichnete diese Empfehlung als keine feste Regel. Die Version eines einzelnen Projekts ist daher wichtiger als eine pauschale V15- oder V16-Vorgabe.

FM1 Open V14 beschreibt außerdem die Wiederherstellung der ursprünglichen Stock-Firmware V15. Das ist eine Funktion dieses Zweigs, keine allgemeine Zusage für jede Firmware und jeden Fehlerfall.

Browser-Vorschau und Flashen sind zwei verschiedene Abläufe

Das inoffizielle Browserwerkzeug fm1-emu kann laut Bedroom Producers Blog FM-1-Firmware vor der Installation auf einem Gerät ausführen. Der Bericht nennt Chrome, Edge und Firefox für MIDI-Eingaben; Safari unterstützt diese Eingabe dort nicht. Eine MIDI-Ausgabe bietet der Emulator dem Bericht zufolge nicht. Für einen Hardware-Flash nannte Ars Technica einen Chromium-Browser mit WebUSB und Web MIDI.

Was ein einzelner Praxistest über Nutzung und Risiken zeigt

Ars Technica berichtete, dass Audacity Felucca über USB als Aufnahmegerät erkannte. Der Reporter erstellte nach rund 15 Minuten Ausprobieren einen Beat-Loop mit vier Spuren. In diesem Ablauf nahm er die Wiedergabe mit Audacity auf, statt sie direkt am FM-1 zu exportieren.

Beim Flashen werden laut Ars Technica gespeicherte Projekte und Einstellungen gelöscht. Der Bericht beschreibt außerdem einen einzelnen fehlgeschlagenen Doom-Installationsversuch: Auf einem FM-1 mit Stock V14 brach der Schreibvorgang bei etwa 80 Prozent ab. Das Gerät funktionierte noch, wurde vom Installer aber nicht mehr erkannt. Mit dem Force-Flash-Werkzeug stellte der Tester Stock V15 in rund zehn Sekunden wieder her. Das ist ein dokumentierter Einzelfall, keine Zusage für andere Fehler oder Geräte.