Die Geschichte ist nicht gerade neu: Einige unserer Leser erinnern sich sicher an den Superfish-Skandal, der Lenovo-Geräte betraf, und das Sony-Rootkit auf CDs hat eine ganze Generation geprägt. Doch jetzt finden wir eine Art Wiederholung, versteckt in der neuen Welle von Mini-PCs, die aus dem Osten kommen. The Net Guy Reviews auf YouTube hat kürzlich ein AceMagic AD08 analysiert – und was er im Windows-Wiederherstellungsbereich entdeckte, kann jedem den Schlaf rauben …

Malware ab Werk? Die dunkle Seite der Mini-PCs
Spyware ab Werk auf einem Mini-PC

Natürlich ist es nicht die Absicht, eine Hexenjagd zu starten. Alle Unternehmen in einen Topf zu werfen, ist mindestens unverantwortlich, aber der Verdacht, dass einige Produkte mit „Extras“ auf Software-Ebene geliefert werden, wird nie ganz verschwinden – und die Situation, die The Net Guy Reviews erlebt hat, bestätigt das. Was genau ist passiert?

Spyware ab Werk auf einem Mini-PC

The Net Guy Reviews erhielt ein AceMagic AD08 zur Analyse. Die Spezifikationen sind sehr interessant: Intel Core i9-11900H, 16 GB DDR4-RAM, eine 512-GB-NVMe, WiFi 6, Gigabit-Ethernet, drei Videoausgänge mit 4K-Unterstützung und ein USB-C-Port. Der ursprüngliche Plan war, die Leistung beim Streaming zu testen, während er das Remake von The Oregon Trail spielte. Um Zeit zu sparen, nutzte The Net Guy seine Google-Workspace-Anmeldedaten und gab seine lokalen WLAN-Daten ein, um den Download von allem, was er brauchte, zu starten. Und der Prozess lief reibungslos … bis Windows Defender etwas anderes sagte.

Die erste Warnung meldete das Vorhandensein von Bladabindi!ml (Backdoor), während die zweite (gestützt durch einen vollständigen Scan des gesamten Laufwerks) auf RedLine!MSR (Infostealer) hinwies. Um die Möglichkeit eines Fehlalarms auszuschließen, lud The Net Guy die Dateien auf VirusTotal hoch – und es leuchtete wie ein Weihnachtsbaum (50/70).

Malware ab Werk? Die dunkle Seite der Mini-PCs
Bladabindi ist schlecht, RedLine ist noch schlimmer

Dazu kamen Berichte von Käufern bei Amazon, die vor dem Vorhandensein der Malware warnten, sowie die Analyse anderer Modelle (AceMagic AD15 und S1), die ebenfalls eine „schmutzige“ Installation mitbrachten.

Malware ab Werk? Die dunkle Seite der Mini-PCs
Dieser Bericht eines Nutzers ist präzise und stammt aus dem Dezember letzten Jahres

Die gute Nachricht ist, dass die neuen Geräte des Unternehmens sauber zu sein scheinen. Die schlechte ist, dass die offizielle Antwort ziemlich dürftig war und immer noch nicht viel Vertrauen einflößt (Treiber in einem Google-Drive-Ordner anzubieten, sagt alles). Kurz gesagt, die gleiche Empfehlung wie immer: Bei Zweifel die Diplomatie von Lieutenant Ripley versagt nicht.