MediaTek hat den Dimensity 9600 Pro am 15. September 2026 als neuen Flaggschiff-SoC für Smartphones angekündigt. Der 2-nm-Chip kombiniert eine 2+3+3-All-Big-Core-CPU mit dualen NPUs, Unterstützung für LPDDR6 und UFS 5.0 sowie Funktionen für lokale KI, Gaming und Videoaufnahmen.

Was MediaTek zum Dimensity 9600 Pro ankündigt

Der Dimensity 9600 Pro nutzt eine 2+3+3-All-Big-Core-CPU: Zwei C2-Ultra-Kerne arbeiten mit bis zu 4,55 GHz, drei C2-Pro-Kerne mit bis zu 4,35 GHz und drei weitere C2-Pro-Kerne mit bis zu 3,1 GHz. Alle acht Kerne gehören damit zur leistungsorientierten Klasse.

Zur Plattform gehören außerdem 34,5 MB Cache, LPDDR6-Arbeitsspeicher und UFS-5.0-Speicher. Für KI-Aufgaben integriert MediaTek zwei NPUs, die mit der Agentic AI Engine, der NPU 1090 und der zweiten Generation der Super Efficient NPU Modelle mit bis zu 30 Milliarden Parametern unterstützen sollen.

BereichDimensity 9600 ProAngekündigte Funktion oder Bedingung
Fertigungsprozess2 nmVon MediaTek für den SoC angegeben
CPU2+3+3 All Big CoreZwei C2-Ultra-Kerne bis 4,55 GHz, drei C2-Pro-Kerne bis 4,35 GHz und drei C2-Pro-Kerne bis 3,1 GHz
Cache34,5 MBBestandteil der angekündigten Plattform
KIDual-NPU-ArchitekturAgentic AI Engine, NPU 1090 und zweite Generation der Super Efficient NPU
ArbeitsspeicherLPDDR6Unterstützung durch den SoC
SpeicherUFS 5.0Unterstützung durch den SoC
GrafikG2-Ultra NXBis zu 27 Prozent mehr Spitzenleistung, 24 Prozent weniger Leistungsaufnahme bei Spitzenleistung und 18 Prozent schnelleres Raytracing laut MediaTek
BildverarbeitungImagiq 129060-fps-Bewegungserfassung, native 4K240-Zeitlupe, 4K60 AI True Color Tone und 4K120 Cinematic Log

Mehr Leistung nach MediaTeks Messungen

Gegenüber der vorherigen Generation nennt MediaTek bis zu 17 Prozent mehr Single-Core-Leistung und bis zu 15 Prozent mehr Multi-Core-Leistung. Die Multi-Core-Leistungsaufnahme soll dabei um bis zu 61 Prozent sinken. Diese Werte stammen aus Tests mit Demo-Geräten in MediaTeks Laboren.

Auch die GPU soll zulegen: MediaTek nennt bis zu 27 Prozent mehr Spitzenleistung, 24 Prozent weniger Leistungsaufnahme bei Spitzenleistung und 18 Prozent schnelleres Raytracing. Für Spiele gibt das Unternehmen bis zu 185 fps an. Eine konkrete Auflösung, ein Spiel oder ein Testprofil nennt MediaTek für diese Angabe nicht.

Für dauerhaft aktive KI-Funktionen spricht MediaTek von 40 Prozent weniger Leistungsaufnahme. Das Vorfüllen großer Sprachmodelle soll 51 Prozent schneller erfolgen, während die Token-Erzeugung pro Watt um 55 Prozent steigen soll.

KI und Kamera als zentrale Einsatzfelder

Der Dimensity 9600 Pro ist neben klassischer CPU- und GPU-Leistung auf agentische KI-Funktionen ausgelegt. Damit bezeichnet MediaTek Anwendungen, die mehrere Verarbeitungsschritte auf dem Gerät miteinander verbinden können.

Für Kameras und Video bringt der Imagiq-1290-Bildprozessor mehrere Funktionen mit: Bewegungserfassung mit 60 fps, native 4K-Zeitlupe mit 240 fps, 4K-Video mit 60 fps und AI True Color Tone sowie 4K-Aufnahmen mit 120 fps im Cinematic-Log-Modus. Zusätzlich nennt MediaTek eine Bildverarbeitung mit 17 EV. Welche Funktionen in einem konkreten Smartphone verfügbar sind, hängt von der Umsetzung des jeweiligen Herstellers ab.

Wann kommen die ersten Smartphones?

MediaTek erwartet, dass die ersten Smartphones mit Dimensity 9600 Pro und Dimensity 9600M im dritten Quartal 2026 erscheinen. Die praktische Wirkung des SoC hängt anschließend von den Geräten ab, in denen Hersteller ihn einsetzen – etwa von deren Kühlung, Kameraabstimmung, Speicherbestückung und Software.