Meta und Sierra kündigten am 6. Oktober 2026 Personal Agent Protocol als offenen Standard in Entwicklung an. Er soll regeln, wie persönliche KI-Agenten mit Unternehmen interagieren: Kunden sollen den Zugriff ihres Agenten bestimmen, Unternehmen die möglichen Aktionen festlegen und Agentenaktivitäten erkennen können.

Sechs Unternehmen sind als Industriepartner dabei

Neben den beiden Entwicklern Meta und Sierra nennt die Ankündigung sechs Industriepartner: Genesys, Instinct, Rocket, Shopify, Stripe und Walmart.

So soll der Zugriff eines Agenten funktionieren

Sierra beschreibt eine Sitzung auf Basis von OAuth, einem Verfahren zur Autorisierung. Bei manchen Aufgaben soll ein Agent als Gast handeln können; für Vorgänge im Kundenkonto wäre eine Anmeldung erforderlich. Kunden sollen zwischen reinem Lesezugriff und Schreibzugriff wählen können. Unternehmen legen fest, welche Aktionen der Agent ausführen darf.

Für die Verbindung zu einem Unternehmen sieht der Entwurf verschiedene Wege vor: dessen Website, eine API auf Basis von Standards wie MCP oder OpenAPI oder einen unternehmenseigenen Agenten. Die Sitzung soll laut Sierra auch über verschiedene Kanäle und eine Anmeldung hinweg fortbestehen.

Welche Rolle MCP dabei spielen kann

MCP, das Model Context Protocol, kann Agenten mit Werkzeugen und Daten verbinden. Sierra nennt es als eine mögliche Grundlage für Unternehmens-APIs. Personal Agent Protocol verfolgt einen anderen Zweck: Es soll den Rahmen dafür schaffen, wie ein persönlicher Agent mit einem Unternehmen interagiert. Die beiden Protokolle sind damit nicht austauschbar.

Sieras geplante nächste Schritte

Für später im Oktober 2026 plante Sierra die Veröffentlichung einer v0.1-Spezifikation, Design-Workshops und einer Referenzimplementierung.