Meta kündigte am 26. Oktober 2026 einen möglichen Finanzierungsplan über rund 95 Milliarden US-Dollar an. SpaceX sagte am selben Tag eine GPU-Leasingfinanzierung über rund 40 Milliarden US-Dollar verbindlich zu, deren Abschluss noch an Bedingungen geknüpft war. Zusammengerechnet ergeben die Beträge rund 135 Milliarden US-Dollar, aber keine bereits abgeschlossene Finanzierung in dieser Höhe.
Was die rund 135 Milliarden US-Dollar umfassen
Die Summe addiert zwei unterschiedliche Finanzierungsformen: Metas mögliche Aktienausgabe und SpaceX’ geplantes Leasing von GPUs und zugehöriger Ausrüstung. Meta hatte die Ausgabe von Aktien angekündigt; für das zusätzliche ATM-Programm gab es noch keine Vereinbarung. SpaceX hatte sich verbindlich verpflichtet, den Leasingvertrag abzuschließen, musste dafür aber noch Bedingungen erfüllen.
| Unternehmen | Instrument und Betrag | Stand am 26. Oktober 2026 | Zweck und Zeitplan |
| Meta | Rund 35 Milliarden US-Dollar aus zwei Aktienangeboten sowie ein separates, geplantes ATM-Programm über rund 60 Milliarden US-Dollar. | Die Aktienangebote waren angekündigt. Für das ATM-Programm bestand keine Vereinbarung; seine Einrichtung war nicht zugesichert. | Meta nannte Investitionen in KI-Infrastruktur und weitere Unternehmenszwecke. |
| SpaceX | Verbindliche Zusage für ein Master-Finance-Lease über rund 40 Milliarden US-Dollar für GPUs und weitere Ausrüstung. | Der Abschluss war an Bedingungen geknüpft und wurde vor Ende 2026 erwartet. | SpaceX plante NVIDIA Vera Rubin GPUs für den Ausbau seiner Rechenkapazität. Lieferungen und Leasingpläne sollten im ersten Halbjahr 2027 beginnen. |
Metas möglicher Plan: zwei Aktienangebote und ein ATM-Programm
Die rund 35 Milliarden US-Dollar aus Metas angekündigten Aktienangeboten setzen sich aus etwa 22,5 Milliarden US-Dollar in Class-A-Stammaktien und 12,5 Milliarden US-Dollar in Depositary Shares zusammen. Letztere repräsentieren Vorzugsaktien der Serie A, die verpflichtend in Stammaktien umgewandelt werden.
Die weiteren rund 60 Milliarden US-Dollar sollten aus einem geplanten ATM-Programm mit Class-C-Stammaktien stammen. Bei einem solchen Programm werden Aktien über den Markt angeboten. Meta hatte dafür noch keine Vereinbarung geschlossen; Zeitpunkt, Bedingungen und Umfang waren nicht festgelegt, und das Unternehmen sagte nicht zu, das Programm tatsächlich einzurichten. Deshalb macht dieser Teil den Gesamtplan von rund 95 Milliarden US-Dollar möglich, aber nicht sicher.
Auch der Zufluss aus den Class-A-Aktien sollte teilweise zeitversetzt erfolgen: Meta erwartete zunächst keine Erlöse aus Aktien, die über Forward-Verkaufsvereinbarungen platziert werden. Geld sollte das Unternehmen bei der späteren Abwicklung dieser Vereinbarungen erhalten. Als Forward-Käufer nannte Meta Morgan Stanley Capital Services LLC und Goldman Sachs & Co. LLC.
NVIDIA, AMD und Broadcom bekundeten Interesse, Class-A-Aktien im Wert von bis zu insgesamt 5 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Diese Interessenbekundungen waren unverbindlich. Jede der drei Firmen konnte mehr, weniger oder gar keine Aktien erwerben.
SpaceX will GPUs über einen Leasingvertrag finanzieren
SpaceX sagte verbindlich zu, einen Master-Leasingvertrag über rund 40 Milliarden US-Dollar für GPUs und zugehörige Ausrüstung abzuschließen. Der Abschluss stand noch unter Bedingungen und wurde vor Jahresende 2026 erwartet. SpaceX nannte NVIDIA Vera Rubin GPUs für den Ausbau seiner terrestrischen Recheninfrastruktur. Die Auslieferungen und Leasingpläne sollten im ersten Halbjahr 2027 anlaufen.
Eine Apollo-Global-Management-Gesellschaft sollte das Leasing verwalten. Apollo und Goldman Sachs führten die Finanzierungsparteien an; Goldman Sachs war alleiniger Strukturierungsagent. Ankerzusagen kamen außerdem von Fonds und Konten unter Verwaltung von BlackRock und Goldman Sachs Asset Management sowie von durch KKR beratenen Kapitalkonten.
Meta erwartete für 2026 Investitionsausgaben von 135 bis 145 Milliarden US-Dollar. Diese Unternehmensprognose bezieht sich auf Metas Investitionen insgesamt. Sie ist weder gleichbedeutend mit dem möglichen Aktienfinanzierungsplan noch Teil der gemeinsamen Rechnung mit SpaceX. Als Finanzierungsquellen für Investitionen nannte Meta operativen Cashflow, Investment-Grade-Anleihen, strategische Partnerschaften und Eigenkapital.