Micron prognostiziert, dass die Nachfrage nach Speicher in den Kalenderjahren 2027 und 2028 das Angebot übersteigen wird. Die Lage in der Speicherbranche soll dann angespannter sein als 2026.

Micron rechnet 2027 und 2028 mit knapperem Speicherangebot

Microns Ausblick zum Geschäftsjahr 2026 sieht für beide Kalenderjahre eine größere Lücke zwischen Nachfrage und Angebot vor. CEO und Verwaltungsratsvorsitzender Sanjay Mehrotra erklärte, Micron könne nicht absehen, wann Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht kommen.

Zudem sagte das Unternehmen, den Großteil seiner Kapazität für 2027 bereits verkauft zu haben. Die Geschäftszahlen, zu denen Micron den Ausblick gab, haben wir bereits in unserem Überblick zu Microns Q4 des Geschäftsjahrs 2026 zusammengefasst.

Was Micron zu DRAM, NAND und HBM erwartet

Micron rechnet für die kommenden zwei Jahre mit einem Wachstum der DRAM- und NAND-Auslieferungen im niedrigen bis mittleren 20-Prozentbereich. Die Prognose gilt für beide Speicherarten zusammen; zugleich erwartet das Unternehmen, dass das Angebot in beiden Jahren knapp bleibt.

Für HBM (High-Bandwidth Memory), einen besonders bandbreitenstarken Speichertyp, erwartet Micron ein stärkeres Auslieferungswachstum als bei herkömmlichem DRAM. Die Entwicklung spiegelt die Nachfrage von KI-Rechenzentren wider.

Microns Ausblick für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2027

Für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2027 stellte Micron einen Umsatz von 61,5 Milliarden US-Dollar und eine Bruttomarge von 86,25 Prozent in Aussicht. Auch die weiteren Werte sind Prognosen oder Schätzungen für dieses Quartal.

KennzahlMicrons Ausblick für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2027
Umsatz61,5 Milliarden US-Dollar (Prognose)
Bruttomarge86,25 Prozent (Prognose)
Gewinn je Aktie38,15 US-Dollar ± 1,00 US-Dollar (Prognose)
Betriebskosten2,06 Milliarden US-Dollar (Schätzung)
Steuersatzrund 15,5 Prozent (Schätzung)
Aktienzahletwa 1,15 Milliarden Aktien