Microsoft begann am 21. Oktober 2026, Copilot Code über Frontier als Vorschau auszurollen. Die Funktion in Microsoft Copilot soll aus Beschreibungen in natürlicher Sprache Software erstellen. Welche Konten, Geräte und Unternehmenseinstellungen dafür nötig sind, hängt vom jeweiligen Zugangspfad ab.
Die neue Copilot-Oberfläche mit Home, Code und Autopilot hatte Microsoft zuvor vorgestellt. NeoTeo hat die Neugestaltung der Copilot-App bereits eingeordnet.
Vom Arbeitsauftrag zum Softwareprojekt
Microsoft beschreibt Copilot Code als Möglichkeit, Arbeitsanforderungen in Software umzusetzen. Nutzer können ein Ziel in eigenen Worten schildern; Copilot kann Rückfragen stellen und über Work IQ verbundene Arbeitsdaten wie E-Mails, Besprechungen, Dokumente und Chats einbeziehen.
Das Projekt lässt sich in einer Live-Vorschau im Gespräch weiterentwickeln oder direkt bearbeiten. Wer mit dem Code arbeiten möchte, kann ihn öffnen und lokale Dateien, Werkzeuge sowie ein Terminal nutzen. So richtet sich der Ablauf sowohl an Menschen, die zunächst eine Anwendung über ihre sichtbare Oberfläche gestalten, als auch an Nutzer, die direkt in die Implementierung eingreifen wollen.
Welche Konten und Geräte unterstützt werden
Microsoft nennt persönliche und geschäftliche Microsoft-Konten als Zugangsmöglichkeiten. Für beide gelten unterschiedliche Voraussetzungen:
| Kontotyp | Voraussetzung | Anmeldung oder Freigabe |
| Persönlich | Unterstützter Microsoft-Consumer-Tarif | Anmeldung mit einem persönlichen Microsoft-Konto |
| Geschäftlich | Microsoft-Copilot-Lizenz; die Organisation muss den Code-Tab freischalten | Anmeldung über Microsoft Entra; eine GitHub-Verknüpfung ist optional |
Microsoft führt Copilot Code als Vorschaufunktion; Verfügbarkeit und Funktionsumfang können sich ändern. Die Desktop-App unterstützt Windows auf x64- und Arm-Geräten sowie Macs mit Intel- oder Apple-Chips. Für Entwicklung in der Cloud ist auch der Zugriff über das Web vorgesehen. Eine mobile App für Copilot Code gehört in dieser Version nicht dazu.
Welche Einstellungen Administratoren steuern
In Unternehmen können Administratoren den Zugriff auf Code, den Ausführungsort, die Nutzung organisatorischer Daten, GitHub-Verbindungen und Ausgaben steuern. Microsoft nennt Cloud-Ausführung als Standardeinstellung; je nach Konfiguration können Administratoren die Ausführung auf dem Gerät, in der Cloud oder an beiden Orten erlauben. Dafür muss auch die Abrechnung für Code eingerichtet sein.
Organisatorische Daten stehen standardmäßig in der Cloud zur Verfügung, lokal jedoch nicht. Automatische Freigaben sind standardmäßig aktiviert, GitHub-Verbindungen dagegen deaktiviert. Die Nutzung wird auf das Microsoft-Copilot-Kontingent der Organisation angerechnet. Administratoren können Ausgabenlimits festlegen und den Zugriff für Nutzer verwalten.
Apps teilen und an GitHub übergeben
Geteilte Apps laufen laut Microsoft in der Copilot Managed Runtime und übernehmen die für die Organisation eingerichteten Sicherheits- und Verwaltungsregeln. Zugriff auf die zugrunde liegenden Daten haben nur Personen, die dafür bereits berechtigt sind. Das Teilen einer App ersetzt also nicht die Datenberechtigungen.
GitHub erfüllt eine andere Aufgabe: Ein Projekt kann mit einem neuen oder bestehenden Repository verbunden werden. Copilot Code kann daraus einen Entwurf für einen Pull Request erstellen, den Entwickler prüfen und weiterbearbeiten. Das ist der Übergang in einen gemeinsamen Entwicklungsablauf, nicht ein weiterer Ausführungsort für die App.