Microsoft veröffentlichte am 14. September 2026 das außerplanmäßige Sammelupdate KB5129195 für Windows 11 24H2 und 25H2. Es behebt mehrere dokumentierte Fehler bei Remote Desktop Services, der Plan9-Hostordnerfreigabe und bestimmten USB-Audio-Modi. Einen Radeon-Grafiktreiber-Fix führt Microsoft nicht auf. Damit beantwortet sich die wichtigste Frage für AMD-Nutzer: KB5129195 ist kein bestätigtes Mittel gegen Radeon-Abstürze oder schwarze Bildschirme.
Was KB5129195 wirklich korrigiert
KB5129195 gilt für alle Editionen von Windows 11 24H2 und 25H2. Danach tragen die Systeme die Builds 26100.9457 bei 24H2 beziehungsweise 26200.9457 bei 25H2. Das Update enthält außerdem Schutzmaßnahmen gegen CVE-2026-62721, eine Schwachstelle zur Rechteerweiterung im Windows User-Mode Power Service.
Microsoft beschreibt das Paket als kumulativ. Es umfasst damit auch frühere Aktualisierungen und ist über Windows Update, Windows Update for Business, WSUS und den Microsoft Update Catalog erhältlich.
| Windows-Komponente | Behobenes Problem | Geltungsbereich |
| Remote Desktop Services | Fehlerhafte Verbindungen und Anmeldungen, hängende Konfigurationen sowie nicht reagierende Verwaltungstools | Die von Microsoft dokumentierte RDS-Regression |
| Plan9-Hostordnerfreigabe | Freigaben funktionieren wieder in bestimmten von HCS verwalteten Linux-VMs | Der dokumentierte Hyper-V-Szenario mit betroffenen Linux-VMs |
| USB Audio Class 1.0 | Bestimmte Ausfälle bei 8-Kanal- und 3D-Audio werden behoben | Andere USB-Audio-Class-1.0-Symptome bleiben bestehen |
Die USB-Audio-Korrektur ist also ausdrücklich nicht vollständig. Das ist kein Detail für den Kleingedruckten-Friedhof: Wer ein anderes USB-Audio-Problem hat, kann aus der Aktualisierung nicht automatisch eine vollständige Lösung ableiten.
Warum Radeon-Probleme ein separates Thema bleiben
Am 16. September 2026 wurden Beschwerden von Nutzern zu AMD-Radeon-Systemen bekannt. Sie beschrieben Treiber-Timeouts, Freezes, schwarze Bildschirme, den Verlust des Bildsignals und Probleme bei der Monitordetektion nach der Installation von KB5124008 und KB5126052. Diese zeitliche Verbindung ist kein bestätigter Beleg dafür, dass die Updates die Fehler verursacht haben.
Die ausführlich geschilderten Fälle betrafen zwei Systeme: eines mit einer Radeon RX 7900 XTX und einem Ryzen 9 7900X3D, das andere mit einer Radeon RX 7800 XT und einem Ryzen 7 7800X3D. Als betroffenes Modul wurde amdxx64.dll genannt.
In dieser Schilderung lösten weder DDU noch die AMD-Treiberversionen 26.8.1, 26.7.1 und 26.6.4 die Abstürze. Auch die Deinstallation von KB5124008 und KB5126052 stellte die Stabilität in den beiden anfänglichen Fällen nicht wieder her. Das beschreibt diese konkreten Nutzererfahrungen; daraus folgt weder eine allgemeine Diagnose für Radeon-Karten noch ein einheitliches Ergebnis für jede Rückkehr zu einem früheren Update-Stand.
Microsoft führt für KB5129195 keinen Radeon-Grafiktreiber-Fix auf. Die offiziellen Korrekturen betreffen RDS, die dokumentierte Plan9-Freigabe und bestimmte USB-Audio-Modi — nicht die gemeldeten Radeon-Symptome.
Was das für Windows-11-Nutzer bedeutet
Für Windows-11-Systeme mit 24H2 oder 25H2 ist KB5129195 in erster Linie eine gezielte Fehlerkorrektur für die von Microsoft genannten Komponenten. Wer eine Radeon nutzt, sollte die Aktualisierung deshalb nicht als bestätigte Lösung für schwarze Bildschirme, Signalverluste oder Treiber-Timeouts einordnen. Die Radeon-Meldungen bleiben ein separates, nicht abschließend geklärtes Problemfeld, während KB5129195 die dokumentierten Windows-Regressionen und die genannte Sicherheitslücke adressiert.