Viele Spieler sind immer noch traurig über das Schicksal der Dreamcast. Ihre technischen Daten waren mehr als anständig und sie besaß einige Funktionen, die andere Konsolen nicht hatten, doch als die PlayStation 2 mit DVD-Unterstützung, dem Engagement der Entwickler und der PS1-Abwärtskompatibilität kam, war es „Game over“ für Sega. Trotzdem gibt es immer noch einige Verrückte, die gerne mit der Konsole experimentieren, und dieses Mal hat sich SegaDotNet entschieden, eine Dreamcast über Dial-up mit dem Web zu verbinden. Ein wahrer Mutiger, ohne Zweifel.
Die Idee hinter dem Experiment
Das einzige Spiel, das ich auf der Sega Dreamcast komplett durchgespielt habe, war Resident Evil 2, und das reichte, um mich völlig in die Konsole zu verlieben. Aber ich kam zu spät zur Party, und nach ein paar Monaten verschwand sie vom Markt. Wenn ich heute eine kaufen wollte, müsste ich eine Niere opfern als Zahlung, denn es gibt viele „Sammler“ online, die mit ihren Preisen spinnen. In den letzten Jahren hat die Dreamcast mehrere Modifikationen erhalten, darunter einen VGA-Ausgang und Unterstützung für Festplatten oder Speicherkarten, aber es gibt auch Leute, die sie im Originalzustand genießen. Einer davon ist Sammy Kennedy, verantwortlich für den YouTube-Kanal SegaDotNet. Was hat er getan? Er hat sie mit dem Web verbunden. Per Dial-up.
https://www.youtube.com/embed/xfqvdoPgaLwSo funktioniert die Verbindung
Der Prozess erfordert ein Standard-Telefonkabel, um das eingebaute Modem mit der Leitung zu verbinden, einen Controller, die Tastatur und Maus der Dreamcast und einen kompatiblen Browser, in diesem Fall Dreamkey 3.0 (das war die letzte Version, die allgemein in Europa erhältlich war, aber es gab auch einen Build 3.1 für Spanien und Portugal). Die Anzahl der kostenlosen Dial-up-Anbieter ist stark zurückgegangen, aber mit ein wenig Google-Fu kann man noch aktive Dienste finden. Nachdem man Telefonnummer, Benutzername und Passwort eingegeben hat, hängt der Rest davon ab, wie allergisch das moderne Web auf einen alten Browser reagiert.
Ernüchternde Testergebnisse
Offensichtlich ist die Erfahrung desaströs. Die Google-Suchmaschine lädt kaum in ihrer Basisversion, Facebook verliert sich auf dem Weg und Wikipedia antwortet mit einem Fehler. Die einzige Ausnahme war das alte Dreampipe-Portal, das für Dreamkey und andere Dreamcast-Browser optimiert ist. Kurz gesagt: Die Konsole kann sich problemlos verbinden, aber das Surfen ist eine andere Geschichte. Wenn sich jemand die Mühe machen würde, einen aktuelleren Browser zu erstellen...