Letzten Montag haben wir die Reaktionen der Roboter EDI und FACE auf den Trailer von Morgan präsentiert – ein Horror- und Science-Fiction-Film, den Fox heute in die Kinos bringt. Die Werbekampagne für Morgan läuft auf Hochtouren, und dieses Mal hat man sich an IBM Research gewandt, damit Watson, das berühmte System, das die besten Jeopardy!-Spieler live besiegt hat, verschiedene Szenen des Films analysiert und seinen eigenen Trailer erstellt. Das Ergebnis ist besser als erwartet.

Morgan: Jetzt spielt IBM Watson mit dem Trailer
Morgan

Watson im Rückblick

Erinnern Sie sich an Watson? Er trainierte lange Zeit, um an einer Jeopardy!-Partie teilzunehmen, bei der er gegen zwei wahre Titanen dieser Show antrat: Brad Rutter und Ken Jennings. Danach berichteten wir, dass IBM das Ziel hat, einige Funktionen von Watson auf ein Smartphone zu bringen, und die neuesten Nachrichten zeigen ihn im Kampf gegen schwere Krankheiten. Aber was kann Watson noch? Fox gab ihm eine ganz besondere Aufgabe: den Trailer eines Films zu erstellen.

Wir haben bereits gesehen, wie künstliche Intelligenzen Drehbücher schreiben, aber die Arbeit mit Video ist ein viel komplexerer Prozess und fehleranfällig. Doch das hat Watson gemacht:

Wieder einmal hat Fox den Trailer von Morgan als Teil des Experiments genutzt, und ich muss zugeben, dass die Szenenauswahl von Watson ziemlich gut ist. Er übertreibt es nicht mit Spoilern, führt keine alternative Musik oder seltsame Effekte ein. Tatsächlich hatte Watson Zugriff auf den gesamten Film, analysierte die herausragendsten Momente, klassifizierte sie nach verschiedenen Faktoren (Angst, Zärtlichkeit, Freude) und wählte die visuelle Reihenfolge. Die letzte Phase der Bearbeitung erfordert noch menschliches Eingreifen, aber die reine Verarbeitung hinter dem Trailer wurde von Watson durchgeführt.

Überflüssig zu sagen, dass solche Experimente uns fragen lassen, wie weit künstliche Systeme davon entfernt sind, originelle Inhalte zu erschaffen – Kunst, sozusagen. Wir haben die Ausdrucksformen verschiedener neuronaler Netze genau verfolgt, und eines davon hat sogar den Trailer von Blade Runner rekonstruiert. Am Ende läuft alles auf Training hinaus. Watsons Vorteil war, eine vollständige Kopie des Films zu haben, aber das nimmt ihm nicht seinen Verdienst.

Quelle: 20th Century Fox auf YouTube