Movistar España bestätigt eine Broadcom-Schwachstelle, die einige Routermodelle betreffen könnte. Der Anbieter erklärt, er folge den Vorgaben zur Behebung und kenne keine aktiven Angriffe. Ein am 21. Oktober 2026 veröffentlichter Bericht meldete außerdem, Movistar wende automatische Präventivmaßnahmen an und Kundinnen und Kunden müssten nichts unternehmen.

Was Movistar zur Routerlücke sagt

Die Stellungnahme bezieht sich auf Movistar España, nicht auf deutsche Internetanbieter. Movistar nennt einige möglicherweise betroffene Routermodelle, beschreibt aber eine Broadcom-Schwachstelle nur allgemein. Ein Bericht vom 21. Oktober 2026 führt die mögliche Betroffenheit auf das jeweilige Routermodell und dessen Softwareversion zurück.

Nach der dort wiedergegebenen technischen Beschreibung müsste ein Angreifer in Funkreichweite des Routers sein. Von dort aus könnte er dem Bericht zufolge ohne vorherige Authentifizierung Code mit erhöhten Rechten ausführen. Die technische Einschätzung wurde im Bericht Fachmedien und anonymen Quellen zugeschrieben.

Kaisers WPS-Befund ist eine eigene technische Offenlegung

Quentin Kaiser beschrieb separat einen Parserfehler bei WPS, einem Verfahren zur WLAN-Einrichtung. Seiner Analyse zufolge lässt sich dieser Fehler über WLAN ohne Netzwerkschlüssel und ohne regulären WPS-Verbindungsaufbau auslösen. Er könne die Offenlegung von Informationen und die Ausführung beliebigen Codes ermöglichen.

Movistar España spricht allgemein von einer Broadcom-Schwachstelle, während Kaiser einen konkreten Fehler bei der Verarbeitung von WPS-Nachrichten beschreibt. Die beiden Aussagen ordnen die Movistar-Lücke keinem bestimmten Routermodell oder dieser WPS-Schwachstelle zu. NeoTeo hat Kaisers separaten Befund bereits in einem früheren Bericht behandelt.