Am 14. Oktober 2026 forderte Mark D. Levine, Finanzkontrolleur von New York City, Anthropic-Chef Dario Amodei in einem Schreiben auf, den geplanten Börsengang (IPO) von Anthropic zu pausieren, bis das Unternehmen Fragen zu KI-Sicherheit, Unternehmensführung und Entwicklungstempo angeht. Levine verlangt außerdem konkrete Angaben zu Sicherheitsprüfungen und Kontrollen. Sein Schreiben hält die Forderung fest.
Levine begründet sie mit der Sorge, dass die Vorbereitung des Börsengangs Aufmerksamkeit und Ressourcen von der Sicherheitsarbeit abziehen könnte. Auch das freiwillige Abkommen mit dem Weißen Haus, das Anthropic und fünf weitere Unternehmen unterzeichneten, hält er für unzureichend.
Welche Angaben Levine verlangt
Anthropic soll darlegen, wie das Unternehmen geeignete Sicherheitsprüfungen und Kontrollen umsetzen will, welche Bereiche diese abdecken und welcher Zeitplan dafür vorgesehen ist. Zudem verlangt Levine eine Erklärung dazu, ob und wie die Kontrollen Dario Amodeis Forderung aufgreifen, das Tempo bei der Entwicklung neuer KI-Modellfähigkeiten zu verlangsamen.
Levine bat außerdem um eine schriftliche Antwort und bot an, die Themen weiter zu besprechen. NeoTeo hatte den möglichen Börsengang bereits in einer früheren Einordnung zu Anthropic und dem vertraulichen S-1-Entwurf behandelt.
Was die Pensionsfonds mit der Forderung zu tun haben
Die Pensionsfonds von New York City verwalteten laut AFP Ende August 2026 Vermögen von 330 Milliarden US-Dollar und zahlten Altersleistungen an mehr als 750.000 Menschen. Das New York City Comptroller’s Office bezifferte das Engagement der Fonds in Anthropic laut AFP auf rund 7 Millionen US-Dollar. AFP berichtete, dass dieses Engagement steigen könnte, falls Anthropic in Indizes aufgenommen wird, denen die Stadt folgt.