Am 24. September 2026 wurde bekannt, dass Nscales geplantes KI-Rechenzentrum in Loughton (Essex, England) seinen für 2027 vorgesehenen Start voraussichtlich nicht halten kann. UK Power Networks soll Nscale mitgeteilt haben, ausreichender Netzstrom werde erst Anfang bis Mitte der 2030er-Jahre verfügbar sein.

Der Netzanschluss gefährdet den Start 2027

Das Projekt hängt an der Versorgung aus dem Stromnetz: Der Standort soll an das lokale Netz angeschlossen werden, doch ausreichende Leistung steht dem Vorhaben nach der gemeldeten Prognose erst in einigen Jahren zur Verfügung. UK Power Networks ist der örtliche Verteilnetzbetreiber.

NeoTeo hat Nscale zuvor im Zusammenhang mit Rechenzentrumsausbau und Börsenplänen behandelt.

Bis zu 90 MW für das geplante KI-Rechenzentrum

Für den Standort strebte Nscale einen Netzanschluss mit bis zu 90 MW an. Das Unternehmen hielt an dem Vorhaben fest und prüfte eine Stromerzeugung vor Ort sowie Möglichkeiten, den Netzanschluss zu beschleunigen.

Die Warteschlange für Rechenzentren in Großbritannien

Für Juni 2026 meldete Ofgem 315 Rechenzentren, die auf einen Netzanschluss warteten. Ihr ausgewiesener Bedarf summierte sich auf 73 GW. Zum Vergleich: Die Spitzenlast des gesamten Vereinigten Königreichs lag bei 45 GW.