Ockel Sirius A: Neues ultra-kompaktes Hybridgerät mit Windows 10
Ockel Sirius A

Die Miniaturisierung von Computern tritt dank effizienter Komponenten und besserer Integration in eine neue Phase. Langsam gewinnt das Phablet-Format als bequemere Option zwischen Smartphone und Tablet an Bedeutung, und es sollte keineswegs auf die ARM-Architektur beschränkt bleiben. Das bringt uns zum neuen Ockel Sirius A, einem ultra-kompakten Computer mit Touchscreen und sechs Zoll Bildschirmdiagonale, der Windows 10 nutzt.

Das Continuum-Konzept und seine Grenzen

Microsoft arbeitet am Konzept Continuum, das mit Hilfe einer Docking-Station jedes Windows-10-Mobile-Smartphone in einen Computer verwandeln soll. Die geringe Verbreitung dieses Betriebssystems und die Notwendigkeit, ein zusätzliches Zubehör zu kaufen, haben Continuum jedoch nicht die nötige Aufmerksamkeit verschafft. Es gibt aber noch andere Details. Die Idee eines „Smartphone-Transformer“ ist nicht neu. Tatsächlich tun hybride Computer – also PCs, die als Tablets funktionieren – genau das, auch wenn mobile Geräte in Bezug auf Architekturen einen Konflikt darstellen. ARM beherrscht den mobilen Bereich mit eiserner Faust, und die Vorstellung von einem guten „x86-Smartphone“ wird immer unrealistischer, vor allem seit Intel seine gesamte Atom-Serie für Telefone eingestellt hat. Microsofts Plan, dies durch universelle Apps auszugleichen, stößt bei den Marktteilnehmern auf andere Reaktionen: nämlich durch sehr, sehr kleine x86-Computer. Einer davon ist der Ockel Sirius A.

Technische Ausstattung im Detail

Wenn wir oberflächlich wären, würden wir sagen, der Ockel Sirius A ist eigentlich ein x86-Tablet mit sechs Zoll mit Windows 10 als Betriebssystem – aber ich erinnere mich an kein Tablet, das gleichzeitig über Gigabit-Ethernet, zwei USB-3.0-Anschlüsse, einen DisplayPort, HDMI-Ausgang, einen USB-Typ-C-Anschluss, einen 3,5-mm-Audioausgang und einen microSD-Steckplatz verfügt. Die übrigen Spezifikationen sprechen von WLAN-ac- und Bluetooth-4.2-Konnektivität, 64 GB internem Solid-State-Speicher, nativer 1080p-Auflösung mit 4K-Unterstützung für externe Displays, 4 GB DDR3-RAM und einem Intel Atom x7-Z8750 Quad-Core-Prozessor mit 1.6 GHz. Weitere Details des Ockel Sirius A zeigen integrierte Lautsprecher und ein Mikrofon, eine Frontkamera, die klassische Sensorgruppe und einen Akku mit vier Stunden Laufzeit.

Crowdfunding und Verfügbarkeit

Wie schon beim Vorgängermodell sucht der Ockel Sirius A finanzielle Unterstützung per Crowdfunding, in diesem Fall über Indiegogo. Diese Plattform lässt immer ein wenig Zweifel aufkommen – schließlich war der Ockel Sirius B nichts anderes als ein modifizierter Egreat i5 –, also sollte man ihn genau im Auge behalten. Die günstigste Option, den Sirius A zu erwerben, liegt bei 549 US-Dollar, exklusive Versandkosten. Die ersten Auslieferungen erfolgen im Mai des kommenden Jahres.

Ockel Sirius A auf Indiegogo: