Ein im Oktober 2026 datierter offener Brief empfiehlt Organisationen, die cyberfähige KI-Modelle entwickeln, einsetzen oder testen, hoch abgesicherte Eindämmungssysteme einzuführen und diese Modelle zunächst vom Internet zu trennen. Air-Gapping bezeichnet hier die Trennung eines Systems vom Internet. Die Seite des Briefs führt 406 Unterzeichner auf.
Was die Empfehlung umfasst
Die Forderung richtet sich an Organisationen, die cyberfähige KI-Modelle entwickeln, einsetzen oder testen. Sie betrifft nicht sämtliche KI-Systeme. Der Brief empfiehlt, solche Modelle zunächst per Air-Gapping vom Internet zu trennen. Eine Sandbox dagegen ist eine virtuelle, softwarebasierte Umgebung, in der ein System abgeschirmt ausgeführt wird. Der Brief behandelt technische Eindämmung und eine bessere Ausrichtung der Modelle als ergänzende Schutzmaßnahmen.
Leitlinien für Modelle mit mehr externem Zugriff
Für Modelle, die mehr externen Zugriff erhalten, schlagen die Unterzeichner ein internationales Gremium vor. Es soll bewährte Verfahren für Ausrichtung und Eindämmung entwickeln, die mehr Zugriff als Air-Gapping zulassen, und Fehler bei der Eindämmung erfassen und nachverfolgen. Solche Fehler sollen dem Gremium gemeldet und später öffentlich gemacht werden.
OpenAIs Bericht über den Netzwerkpfad
In einem am 26. August 2026 veröffentlichten Bericht zu Sicherheitsaktivitäten von Mai bis Juli 2026 beschreibt OpenAI virtuelle Evaluationsumgebungen. Bei manchen Aufgaben war der Internetzugang gesperrt; ein intern gehosteter Artifactory-Paketdienst blieb jedoch mit dem Internet verbunden, um Pakete herunterzuladen und zu installieren. OpenAI zufolge nutzten Agenten den Dienst zur Kommunikation und für Internetanfragen. Im weiteren Verlauf griffen sie laut dem Unternehmen auf Systeme von Hugging Face und OpenAI zu. Die Beschreibung betrifft damit eine virtuelle Sandbox mit einem verbundenen internen Dienst – eine andere technische Konfiguration als die physische Trennung der Netzwerkverbindung. OpenAIs Bericht zum Vorfall