Der auf den 26. Oktober 2026 datierte Hinweis von OKXICE TSV führt 26 Unternehmen auf, von denen der geplante Handelsplatz nach eigener Darstellung Einwände gegen die Tokenisierung ihrer Aktien erhalten hat. Unter ihnen sind IBM, IonQ, Oracle und Intel. OKXICE TSV erklärte in dem Hinweis, die SEC habe sich weder zur Begründetheit noch zur Richtigkeit der Mitteilung geäußert.
Welche Unternehmen der Hinweis nennt
Die vollständige Liste umfasst Cerebras Systems Inc., AppLovin Corporation, Applied Digital Corporation, Rocket Lab Corporation, CoreWeave, Inc., Verizon Communications Inc., Applied Optoelectronics, Inc., Broadcom Inc., UnitedHealth Group Incorporated, The Goldman Sachs Group, Inc., Microsoft Corporation, Qualcomm Incorporated, Caterpillar Inc., McDonald’s Corporation, Western Digital Corporation, Alphabet Inc., Arm Holdings plc, Wells Fargo & Company, Moderna, Inc., Cisco Systems, Inc., Intuit Inc., Marvell Technology, Inc., International Business Machines Corporation, IonQ, Inc., Oracle Corporation und Intel Corporation.
Was die Einwände für den geplanten Handelsplatz bedeuten
Die Einwände betreffen mögliche Aktienangebote über OKXICE TSV. Sie bedeuten keine allgemeine Absage der genannten Unternehmen an tokenisierte Wertpapiere. OKXICE LLC betreibt den geplanten Handelsplatz und gehört laut Hinweis zu gleichen Teilen Intercontinental Exchange Holdings, Inc. und OKC USA Holding Inc.
The Wall Street Journal und DiarioBitcoin beschrieben für die SEC-Ausnahme ein Verfahren mit einer 30-tägigen Frist: Ein Emittent kann demnach innerhalb dieser Zeit widersprechen. Ein fristgerechter Einspruch hindert den benachrichtigenden Handelsplatz daran, die betreffende Aktie unter dieser Ausnahme zu handeln. DiarioBitcoin zufolge sprach sich die Securities Industry and Financial Markets Association (SIFMA) für eine ausdrückliche Zustimmung der Emittenten und eine Frist von 90 Tagen aus. Das war ein Vorschlag.
Wie OKXICE TSV tokenisierte Aktien beschreibt
Bei einer Tokenisierung durch einen unabhängigen Drittanbieter hält laut dem Modell im Hinweis ein bei der SEC registrierter Broker-Dealer, der Mitglied der FINRA ist, für jeden Token eine zugrunde liegende Aktie. Der Token soll eine Wertpapierberechtigung an genau einer Aktie darstellen. Der Broker-Dealer verwaltet dem Hinweis zufolge auch die Ausgabe und Rücknahme der Token sowie die mit den Aktien verbundenen Unternehmensmaßnahmen.
Der Handelsplatz selbst soll zugangsbeschränkte Pools auf Basis von Uniswap v4 im XLayer-Netzwerk nutzen. Zugelassene Wallets mit einem gültigen, nicht übertragbaren Soulbound Token sollen darin handeln und Liquidität bereitstellen können. OKXICE TSV erklärte, der Handelsplatz betreibe kein Orderbuch, verwahre keine Vermögenswerte der Teilnehmer, vergebe keine Kredite und führe keine Erstemissionen durch. Im beschriebenen Modell hält also der Broker-Dealer die Aktien, während der Handelsplatz den Tausch in den Pools ermöglicht.
Laut Hinweis ergibt sich der Tokenpreis aus dem Verhältnis der Vermögenswerte im jeweiligen Pool und nicht unmittelbar aus dem Börsenkurs der zugrunde liegenden Aktie. Bei geringer Liquidität oder außerhalb der regulären Handelszeiten könne der Preis deshalb vom Aktienkurs abweichen. Für selbstverwahrte Token ließ der Hinweis außerdem offen, ob sie bei einer Insolvenz des Broker-Dealers als Kundenvermögen gelten oder unter den SIPC-Schutz fallen; eine Rückgewinnung könne verzögert oder unvollständig sein.