OpenAI befindet sich Berichten zufolge in frühen Gesprächen über eine private Finanzierungsrunde, die das Unternehmen mit mehr als 1,2 Billionen US-Dollar bewerten könnte. Investoren sollen den ChatGPT-Entwickler angesprochen haben. Eine abgeschlossene Finanzierung ist daraus bislang nicht geworden.
OpenAI könnte die Marke von 1,2 Billionen Dollar anpeilen
Die Zahl beschreibt eine mögliche Bewertung des gesamten Unternehmens – nicht den Geldbetrag, den OpenAI in einer neuen Runde erhalten würde. Wie viel Kapital tatsächlich aufgenommen werden könnte, ist in den bisherigen Gesprächen nicht festgelegt.
Zum Vergleich: Nach einer berichteten Finanzierung im März 2026 lag OpenAIs Bewertung bei ungefähr 852 Milliarden US-Dollar. Bei einer Bewertung von 1,2 Billionen US-Dollar entspräche das gegenüber diesem Wert einem Anstieg von rund 41 Prozent. Weil die aktuelle Zahl als „mehr als 1,2 Billionen“ beschrieben wird, handelt es sich dabei um eine Untergrenze für den möglichen Vergleich.
| Finanzierungsrunde | Unternehmensbewertung | Stand der Transaktion |
| Mögliche neue Privatrunde | Mehr als 1,2 Billionen US-Dollar | Frühe Gespräche |
| Finanzierung im März 2026 | Rund 852 Milliarden US-Dollar | Berichtete abgeschlossene Runde |
Die März-Finanzierung soll zudem 122 Milliarden US-Dollar an zugesagtem Kapital umfasst haben. Diese Summe beschreibt das zugesagte Kapital der früheren Runde und ist nicht die bestätigte Größe der aktuell diskutierten Finanzierung.
Frühe Gespräche statt fertiger Deal
Die Gespräche befinden sich noch in einer frühen Phase. Eine endgültige Bewertung, die Höhe der neuen Finanzierung, die Konditionen, die beteiligten Investoren und ein Abschlussdatum stehen nicht fest. Für OpenAI wäre eine Bewertung von mehr als 1,2 Billionen US-Dollar deshalb zunächst ein mögliches Ergebnis der Verhandlungen – kein bereits vollzogener Unternehmenswert.
Dass Investoren den Kontakt aufgenommen haben sollen, beschreibt den Ausgangspunkt der Gespräche. Es bedeutet weder, dass eine verbindliche Offerte vorliegt, noch dass eine Investition abgeschlossen wurde.
Warum OpenAI 2026 nicht an die Börse geht
Sam Altman sagte am 12. September 2026, OpenAI werde 2026 keinen Börsengang anstreben. Den Zeitpunkt bezeichnete er im Zusammenhang mit Sicherheitsfragen rund um künstliche Intelligenz als einen „ill-advised moment“, also als einen schlecht beratenen Moment.
Damit stehen zwei Entwicklungen nebeneinander: OpenAI könnte auf dem privaten Markt neues Kapital suchen, während das Unternehmen den öffentlichen Kapitalmarkt in diesem Jahr meidet. Eine private Runde würde OpenAI grundsätzlich ermöglichen, weiter Kapital aufzunehmen, ohne 2026 die Anforderungen und öffentliche Beobachtung eines Börsengangs auf sich zu nehmen.
Die Gespräche über eine Bewertung von mehr als 1,2 Billionen US-Dollar bleiben damit an eine mögliche Finanzierung gebunden, während der von Sam Altman ausgeschlossene Börsengang 2026 nicht als nächster Schritt feststeht.