OpenAI soll eine Finanzierungsrunde über 153 Millionen US-Dollar für das Biotech-Startup Biossil aus Toronto angeführt haben. Die Runde soll Biossil mit einer Milliarde US-Dollar bewertet haben; der OpenAI Startup Fund soll den Großteil beigesteuert haben. Die Angaben zu den Konditionen stammen von einer nicht namentlich genannten, mit dem Deal vertrauten Person. Am 28. September 2026 wurde die Finanzierung gemeldet; sie war nicht öffentlich angekündigt.

Wie Biossil aufgegebene Wirkstoffkandidaten neu bewertet

Biossil setzt laut der Beschreibung seines Ansatzes Software mit großen Sprachmodellen von OpenAI ein, um Wirkstoffkandidaten zu untersuchen, deren Entwicklung nach fortgeschrittenen klinischen Studien eingestellt wurde. Die Suche gilt möglichen Gründen, warum ein Kandidat dennoch eine weitere Studie wert sein könnte – etwa, wenn ein Mittel nur einer bestimmten Patientengruppe half oder das Studiendesign ungeeignet war.

Zum Stand der Meldung vom 28. September 2026 hatte Biossil nach den Angaben 12 Moleküle gekauft oder lizenziert. Das beschreibt den Umfang des Portfolios, nicht den Nachweis eines erfolgreichen Wirkstoffs.

Was über Senicapoc-Studien berichtet wurde

Am 28. September 2026 wurde für eine von Biossil unterstützte Studie mit Senicapoc gegen Sichelzellkrankheit laufende Rekrutierung an drei Standorten beschrieben: SickKids, Centre hospitalier de l’Université de Montréal und McGill University. Senicapoc war zuvor von Johnson & Johnson aufgegeben worden.

Für Glioblastom, einen bösartigen Hirntumor, wurden Studien mit Senicapoc in Deutschland und Dänemark als geplant beziehungsweise anlaufend beschrieben. Als Partner in Deutschland wurden Heidelberg University Hospital und German Cancer Research Center genannt, in Dänemark Aarhus University. Ergebnisse der Studien wurden nicht berichtet.

Wofür Biossil das Kapital einsetzen will

Die Finanzierung soll Biossil zufolge die Kapazitäten für die klinische Entwicklung ausbauen und den gezielten Erwerb weiterer Wirkstoffkandidaten ermöglichen. Die Runde soll vollständig aus Eigenkapital bestehen; ein kleiner Teil soll an frühe Beschäftigte gehen.