Reuters berichtete am 19. Oktober, OpenAI wolle in beschleunigten Gesprächen rund 30 Milliarden US-Dollar von Investoren einwerben. Die private Runde könnte das Unternehmen mit mehr als 1,4 Billionen US-Dollar bewerten. SoftBank Group, MGX und weitere bestehende Geldgeber sollen über eine Beteiligung sprechen. Der Zeitplan steht laut Bericht im Zusammenhang mit einem für Mitte November erwarteten Börsengang von Anthropic.
Was über die Finanzierungsrunde berichtet wird
Die Gespräche waren dem Bericht zufolge noch im Gang. Neben SoftBank Group und dem in Abu Dhabi ansässigen Investor MGX sollen auch weitere bestehende Geldgeber als mögliche Teilnehmer im Gespräch gewesen sein. OpenAI traf sich in der Woche vor dem Bericht außerdem mit langfristig orientierten Fonds und Staatsfonds. Eine Beteiligung dieser Investoren ist damit nicht zugesagt.
Die mögliche Bewertung von mehr als 1,4 Billionen US-Dollar ist ein Ziel für die private Runde. Im März 2026 hatte eine zuvor gemeldete Finanzierungsrunde über 122 Milliarden US-Dollar OpenAI mit 852 Milliarden US-Dollar bewertet. NeoTeos frühere Einordnung der möglichen OpenAI-Runde liefert den Hintergrund zu dieser Vorgeschichte.
Warum OpenAI das Tempo erhöhen soll
Reuters zufolge braucht OpenAI Kapital für umfangreiche Infrastrukturverpflichtungen und möchte seine Bilanz stärken. Das könnte besonders wichtig werden, falls ein schwächerer Börsenmarkt den für 2027 geplanten Börsengang des Unternehmens verzögert. Der Bericht nennt steigende Zinsen, Schwankungen bei Technologiewerten und eine stärkere Prüfung hoher KI-Bewertungen als Faktoren, die den Wettbewerb um institutionelles Kapital verschärfen.
OpenAI und Anthropic werben dem Bericht zufolge um die Aufmerksamkeit derselben Art von Großinvestoren, während Anthropic einen Börsengang für Mitte November anstreben soll. Das Datum wurde ohne Jahresangabe genannt. Der englischsprachige Reuters-Beitrag erläutert den Kapitalbedarf außerdem mit den Kosten für Training und Betrieb der KI-Modelle.
Die private Runde ist kein öffentliches Aktienangebot
Die gemeldeten 30 Milliarden US-Dollar betreffen eine private Kapitalaufnahme, nicht den Verkauf öffentlich gehandelter OpenAI-Aktien. Ein am 17. Oktober veröffentlichter Finanzratgeber führte OpenAI zu diesem Zeitpunkt als nicht börsennotiert und ohne öffentlichen Börsenticker.