OpenAI veröffentlichte am 5. November 2026 den National Community Compact. Darin sagt das Unternehmen zu, Amtsträger bei künftigen Rechenzentren, die OpenAI besitzt und betreibt, nicht zur Unterzeichnung einer Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) als Voraussetzung für Gespräche oder Verhandlungen zu verpflichten. Für bestimmte sensible Informationen nennt OpenAI Ausnahmen.
Was die Zusage zu NDAs genau umfasst
Die Zusage gilt für künftige Standorte, die OpenAI besitzt und betreibt. Sie betrifft NDAs, die Amtsträger vor Gesprächen oder Verhandlungen unterschreiben müssten. OpenAI behält begrenzte Ausnahmen für legitime Sicherheitsinformationen, Geschäftsgeheimnisse sowie geschützte oder wettbewerbssensible Informationen vor. Der Compact nennt diese Kategorien, legt ihre Grenzen aber nicht näher fest. OpenAIs National Community Compact
Für die Reichweite der Zusage sind zwei Bedingungen entscheidend: Es geht um künftige Standorte, die OpenAI besitzt und betreibt, und um NDAs als Voraussetzung für Gespräche oder Verhandlungen.
Der Compact ist keine Branchenregel
Der National Community Compact beschreibt OpenAIs eigene Zusagen. Mit dem separaten Compute Campus Policy Blueprint bittet das Unternehmen Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, Regeln für die gesamte Rechenzentrumsbranche zu schaffen. Der Blueprint selbst ist keine verbindliche Branchenregel. OpenAIs Ankündigung zum Compact und zum Blueprint
Welche Informationen und Kontrollen OpenAI verspricht
OpenAI verspricht für die erfassten Standorte jährlich öffentliche Fortschrittsberichte und standortbezogene Angaben zum Wasserverbrauch und zum Stromverbrauch. Dazu sollen Baupläne, Strategien zur Personalgewinnung sowie jährliche Angaben zu Einstellungen und Ausbildungsplätzen kommen. Die Compact-Zusage umfasst außerdem unabhängige Lärmuntersuchungen vor Betriebsbeginn und danach jedes Jahr; ihre Ergebnisse sollen veröffentlicht werden.
Auch bei Wasser und Kühlung kündigt OpenAI standortspezifische Pläne an. Das Unternehmen will geschlossene Kreisläufe oder Kühlverfahren mit geringem Wasserverbrauch bevorzugen. Für die jährlichen Berichte nennt der Compact kein erstes Veröffentlichungsdatum. OpenAIs National Community Compact
Stromkosten und Belastung des Stromnetzes
OpenAI sagt zu, die vollen Stromkosten seiner Rechenzentren und die zusätzlichen Infrastrukturkosten zu tragen, die für ihre Versorgung nötig sind. Vor größeren Ausgaben will das Unternehmen finanzielle Sicherheiten bereitstellen, damit andere Stromkunden geschützt sind, falls ein Vorhaben verzögert, verkleinert oder abgesagt wird.
Der Compact beschreibt zudem eine geplante Vereinbarung für einen Standort im Effingham County im US-Bundesstaat Georgia: Georgia Power könnte die Stromlieferung an das geplante Rechenzentrum in Zeiten hoher Nachfrage um bis zu 1.000 Megawatt senken. Diese Möglichkeit ist Teil der beschriebenen Planung.