Ein funktionsfähiger 3D-Scanner auf dem eigenen Schreibtisch – das klang lange nach Science-Fiction. Heute kann man ihn nicht nur selbst zusammenbauen, sondern auch ein komplettes Kit erwerben zu einem fairen Preis. Möglich macht das das OpenScan-Projekt, das mit Arduino oder Raspberry Pi als Steuereinheit arbeitet. Wer seine ersten Objekte digitalisieren möchte, um mit einem 3D-Drucker zu experimentieren, findet hier einen idealen Einstieg.

OpenScan: Ein 3D-Scanner mit offenem Design, den du selbst bauen kannst
OpenScan

3D-Drucker und ihre Grenzen

Das Potenzial von 3D-Druckern ist gigantisch, keine Frage. Von Prothesen bis zu Häusern scheint es keine Grenzen zu geben. Doch in Wirklichkeit gibt es eine: Jeder 3D-Drucker benötigt ein Modell, eine digitale Kopie des Objekts, das reproduziert werden soll. Persönlich würde ich gerne jede verlorene Batterieklappe meiner Fernbedienungen nachfertigen, aber der Drucker rät nicht: Er benötigt präzise Anweisungen.

Ich hatte das Privileg, echten Meistern dabei zuzusehen, wie sie mit nichts weiter als dem Originalobjekt und einem Messschieber Modelle erstellten. Aber es gibt einen anderen Weg: das 3D-Scannen. Das Konzept des 3D-Scanners ist nicht neu, und einige Unternehmen bieten recht robuste Lösungen an. Aber wie sieht es mit DIY aus? Wenn ein Enthusiast einen 3D-Drucker von Grund auf bauen kann, sollte ein 3D-Scanner nicht allzu weit entfernt sein. Genau hier kommt das OpenScan-Projekt ins Spiel.

So funktioniert OpenScan

Das Ziel von OpenScan ist es, jedem Interessierten die Möglichkeit zu geben, einen kleinen 3D-Scanner auf Basis von Arduino oder Raspberry Pi und anderen leicht erhältlichen Komponenten zu bauen. Das Gerät nutzt das Verfahren der Fotogrammetrie, das eine Reihe von Bildern aus verschiedenen Winkeln kombiniert, um eine Punktwolke zu formen und daraus ein 3D-Modell zu erzeugen.

Ein klassisches Problem der Fotogrammetrie ist, dass sie nicht sehr fehlerverzeihend ist und sehr stabile Bedingungen benötigt. Die gute Nachricht: OpenScan stellt eine Weboberfläche bereit, über die der Nutzer verschiedene Einstellungen vornehmen und schnell prüfen kann, ob die gewählten Werte die Qualität des Scans optimieren oder nicht.

https://old.neoteo.com/escaner-3d-portatil-raspberry-pi-4/

Preise und Lizenzen

OpenScan muss noch einige Aspekte seiner Lizenz klären (beispielsweise ist die Firmware frei, aber es gibt widersprüchliche Details zum Bau des Scanners selbst). Dennoch ist es ein ausgezeichneter Ausgangspunkt, um das 3D-Scannen zu erkunden, auch ohne Vorkenntnisse. Tatsächlich gibt es im offiziellen Shop einen Bausatz. Für weniger als 200 Euro erhalten wir das Komplettpaket mit Raspberry Pi, während der Arduino-Bausatz 140 Euro kostet (in beiden Fällen müssen zusätzliche Teile gedruckt werden).

Offizielle Webseite

Offizielle Webseite: Hier klicken

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