Am 6. November 2026 meldete The Hacker News Paint 11.2609.401.0 als neuesten Microsoft-Store-Build in seiner Prüfung von zehn Ländern. Eine separate Katalogabfrage von RFF führte denselben Build am selben Tag um 04:14 UTC auch für Deutschland auf. Ob Paint auf einem bestimmten PC aktualisiert ist, zeigt erst die Prüfung der installierten Pakete: Die Korrektur kommt laut Bericht über den Microsoft Store, nicht über Windows Update.

Für den Patch zählt der Build des Paint-Pakets. Prüfe die Kopien für Benutzerkonten und das bereitgestellte Paket getrennt.

Was die Store-Abfragen für Deutschland ergaben

RFF erfasste am 5. November um 03:34 UTC Paint 11.2605.81.0 in den USA, im Vereinigten Königreich, in Deutschland, Australien, Indien und Singapur. Bei einer weiteren Abfrage am 6. November um 04:14 UTC fand RFF Version 11.2609.401.0 in den USA, im Vereinigten Königreich und in Deutschland. Die frühere NeoTeo-Meldung zu RFFs Store-Abfragen enthält den vorausgegangenen Bericht zu diesen Katalogbeobachtungen.

The Hacker News meldete am 6. November ebenfalls Version 11.2609.401.0 als neuesten Paint-Build, den die Redaktion in zehn Ländern gefunden hatte. Welche Länder das waren, nannte der Bericht nicht. Die unterschiedlichen Länderstichproben und Abfragezeiten belegen keine Rollout-Reihenfolge. Ein Store-Katalogeintrag zeigt außerdem nicht, welche Version auf einem einzelnen Gerät installiert ist.

Die gemeldete Korrektur und ihr Update-Kanal

The Hacker News zufolge nennt Microsofts Sicherheitsmitteilung Paint 11.2609.401.0 als korrigierten Build. Microsoft stufte CVE-2026-83844 dem Bericht zufolge als „Important“ ein; der Schweregrad beträgt CVSS 8,1. Die Schwachstelle wird als Out-of-bounds-Read beschrieben, also als Lesezugriff außerhalb des vorgesehenen Speicherbereichs, der Remotecodeausführung ermöglichen kann. Laut der von The Hacker News wiedergegebenen Mitteilung könnte ein Angreifer ohne Anmeldung und ohne Nutzerinteraktion ein speziell präpariertes Netzwerkpaket an einen betroffenen Dienst senden. Ein erfolgreicher Angriff erfordere ein tiefes Verständnis des Zielsystems.

Paint erhält die Korrektur laut Bericht über den Microsoft Store. Ein aktueller Stand von Windows Update sagt deshalb nicht aus, welche Paint-Version installiert ist.

Alle Paint-Pakete auf einem PC prüfen

Das japanischsprachige Tutorial von 寺田部チャンネル zeigt, wie sich Paint-Paketversionen mit PowerShell prüfen lassen.

Paint kann für einzelne Benutzerkonten separat installiert sein. Zusätzlich gibt es ein bereitgestelltes Paket, das für neue Benutzerprofile vorgesehen ist. Eine Prüfung nur des gerade angemeldeten Kontos erfasst die anderen Paketkopien nicht. Brian Vitko beschrieb zwei PowerShell-Abfragen, die The Hacker News wiedergab. Führe sie in einer als Administrator geöffneten PowerShell aus:

Get-AppxPackage -AllUsers -Name Microsoft.Paint | Select-Object Version, @{ n = 'Users'; e = { $_.PackageUserInformation.UserSecurityId.Username -join ', ' } }

Get-AppxProvisionedPackage -Online | Where-Object DisplayName -eq 'Microsoft.Paint' | Select-Object Version

Die erste Abfrage listet die Paint-Pakete der Benutzerkonten samt Version auf, die zweite das bereitgestellte Paket. Liegt eine Kopie unter 11.2609.401.0, aktualisiere Paint über den Microsoft Store und führe anschließend beide Abfragen erneut aus.