Willkommen in der neuen Phase des Hypes um die künstliche Intelligenz: Die wichtigsten Namen des Marktes arbeiten gegen die Uhr, um neue algorithmische Systeme in ihre Hauptprodukte zu integrieren, und gleichzeitig tauchen Konkurrenten auf, die sich in einem kurz vor der Explosion stehenden Markt positionieren wollen. Einer von ihnen ist Perplexity, ein Assistent, auf den wir über seine Website zugreifen oder den wir als Chrome-kompatible Erweiterung nutzen können.
Im Januar erreichte ChatGPT 100 Millionen aktive Nutzer und wurde damit zur Anwendung mit dem schnellsten Wachstum der Geschichte. Im selben Monat tätigte Microsoft eine Investition von 10 Milliarden US-Dollar in ChatGPT. Kürzlich hat Redmond nachgelegt und eine neue Version von Bing mit einem optimierten ChatGPT-Build angekündigt. Die Antwort von Google ist Bard, ein eigener Chatbot, der auf dem LaMDA-Modell basiert. Aber Bard machte bei seiner offiziellen Präsentation einen folgenschweren Fehler, und Google verlor 100 Milliarden US-Dollar.
Wie du siehst, steht der Markt für künstliche Intelligenz in Flammen. Die Öffentlichkeit will Werkzeuge wie ChatGPT, und die Technologiegiganten rennen in alle Richtungen, um die Nachfrage zu befriedigen. Als ob das nicht genug wäre, hat uns ChatGPT daran erinnert, dass die nächste „Killer-App“ überall herkommen kann. Daher müssen wir uns auf eine Welle von Konkurrenten vorbereiten. Ende letzten Jahres stellte You.com seinen Motor YouChat vor, aber jetzt ist Perplexity an der Reihe, das über eine Chrome-kompatible Erweiterung verfügt.
Perplexity: Ein KI-Assistent, der mit dem Web arbeitet
Einer der größten Vorteile von Perplexity ist seine direkte Verbindung zum Web. Während ChatGPT auf Ereignisse und Nachrichten aus dem Jahr 2021 (und früher) beschränkt ist, kann Perplexity aktuelle Informationen abrufen und sie dem Nutzer ohne Einschränkungen präsentieren. Aber das ist noch nicht alles: Die Informationen werden von ihren Quellen und den entsprechenden Links begleitet. Wenn ChatGPT antwortet, haben seine Aussagen keinerlei Rückhalt.
Das Konzept des „Follow-ups“ oder „die Unterhaltung fortsetzen“ funktioniert ebenfalls hervorragend in Perplexity. Mit einem einfachen Klick auf „Ask a followup“ kann der Nutzer die erhaltenen Informationen erweitern oder spezifischere Daten anfordern. Der einzige Haken ist, dass uns die Erweiterung dafür auf die offizielle Seite von Perplexity weiterleitet.
Abschließend muss ich einen positiven und einen negativen Punkt erwähnen. Der positive Punkt ist, dass wir Fragen auf Spanisch stellen können, und Perplexity wird seine Antworten in derselben Sprache präsentieren, etwas, das ChatGPT nur zufällig gelingt. Der negative Punkt ist, dass Perplexity trotz der Quellen und der aktuellen Informationen auch Fehler macht. Zum Beispiel antwortete es bei der Suche nach Informationen über die Erdbeben in der Türkei, dass sie zwischen dem 9. und 10. Februar stattfanden, was falsch ist. Wie auch immer, das Potenzial von Perplexity ist riesig. Wird es mit ChatGPT und Bard konkurrieren können? Die Zeit wird es zeigen.
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