Am 24. September 2026 stellte Perplexity Photon als internes System für den Abruf und die Rangordnung von Webseiten in seiner Suche vor. Das Unternehmen meldet für Photons eigene Abruf- und Rankingstufen eine p99-Latenz von rund 65 Millisekunden, gegenüber rund 800 Millisekunden im Vorgängersystem. Photon ist keine eigenständige Suchmaschine für Verbraucher; es arbeitet innerhalb der Suchinfrastruktur von Perplexity.

Perplexity stellt Photon vor

Photon sucht passende Webseiten und ordnet die gefundenen Kandidaten. Perplexity zufolge versorgt das System den produktiven Suchverkehr des Unternehmens. Am selben Tag kündigte Perplexity auch Fast Search als Option für seine Search API an: Sie baut auf Photon auf und ist für Abläufe mit KI-Agenten ausgelegt.

Der Weg einer Suchanfrage durch Photon

Perplexity stellt Photon als internes Suchsystem vor

Eine Anfrage gelangt zunächst über einen Load Balancer zu einem Broker. Dieser wählt eine Gruppe von Shards aus – getrennten Teilen des Suchindex – und leitet die Anfrage weiter. Die Shards rufen Kandidaten ab und bewerten sie. Anschließend führt der Broker die Ergebnisse zusammen und lädt wichtige Felder der ausgewählten Dokumente.

Indexaufbau und laufender Suchbetrieb

Perplexity trennt den Aufbau des Suchindex vom laufenden Bearbeiten der Anfragen. Pillar bereitet Quelldaten in Tabellen von YTsaurus auf; parallel arbeitende Indexierer erstellen daraus die Strukturen für die einzelnen Shards. Neue Indexversionen werden anschließend auf die Serving-Gruppen verteilt. Nach Angaben des Unternehmens lässt sich der vollständige Webindex innerhalb einer einstelligen Zahl von Stunden erstellen.

Perplexity zufolge kommt Photon im Vergleich zum Vorgängersystem mit rund 20 Prozent weniger gleichwertigen Serving-Maschinen aus. Pro Dokument speichert das neue System zugleich etwa 2,5-mal so viele Daten wie zuvor.

Was die gemeldete p99-Latenz aussagt

Perplexity beziffert die p99-Latenz des produktiven Abruf- und Rankingablaufs im Vorgängersystem auf rund 800 Millisekunden und für Photon auf rund 65 Millisekunden. p99 bezeichnet das 99. Perzentil der gemessenen Latenzen. Photons Wert umfasst die internen Stufen des Systems; spätere Schritte der übergeordneten Suche sind darin nicht enthalten.

SystemGemeldete p99-Latenz im produktiven Abruf und RankingMessumfang
Vorgängersystemrund 800 msProduktiver Ablauf für Abruf und Ranking
Photonrund 65 msPhotons interne Stufen; spätere Schritte der übergeordneten Suche nicht enthalten

Fast Search: Benchmarks und API-Zugang

Fast Search ist eine API-Option und nicht gleichbedeutend mit Photon selbst. Für einen einzelnen Fast-Search-Aufruf nennt Perplexity 160 Millisekunden p50 und 230 Millisekunden p95. Diese Werte beziehen sich auf den API-Aufruf; die zuvor genannten 65 Millisekunden messen dagegen Photons interne Produktionsstufen.

In sechs Benchmarks mit 3.554 ausgewählten Aufgaben meldet Perplexity für Fast Search einen aufgabenbezogenen Wert von 64,3 Prozent. Das Standard-Preset kam in diesem Vergleich auf 64,0 Prozent. Die geschätzten Gesamtkosten für Modell und Suche betrugen 59,73 US-Dollar bei Fast Search und 187,60 US-Dollar beim Standard-Preset. In separaten internen Langzeittests lagen außerdem der DCG-Relevanzwert und die Antwortverfügbarkeit von Fast Search unter den Werten des Standard-Presets.

MessgrößeFast SearchStandard-PresetTestkontext
Aufgabenbezogener Benchmarkwert64,3 %64,0 %Sechs Benchmarks mit 3.554 ausgewählten Aufgaben
Geschätzte Kosten für Modell und Suche59,73 US-Dollar187,60 US-DollarGesamtkosten für dieselben 3.554 Aufgaben
DCG-Relevanzwert2,212,45Interne Langzeittests
Antwortverfügbarkeit0,5670,596Interne Langzeittests

Für die Search API wird Fast Search mit search_type: "fast" in einer Anfrage an POST /search ausgewählt. max_results lässt sich auf einen Wert zwischen 1 und 20 setzen. Perplexity nennt einen Preis von 1 US-Dollar je 1.000 erfolgreiche Anfragen; zusätzliche tokenbasierte Gebühren fallen für diese Anfragen nicht an.