Das SuperTuxKart-Team kündigte am 24. Oktober an, dass Nutzer bei der Rückkehr des Onlinedienstes ein neues Passwort festlegen müssen. AWS hatte zuvor PHP2Shell-Versuche am 17. Oktober und am 21. Oktober vor der Veröffentlichung der PHP-Korrekturen registriert. Ob diese Versuche auf realen Systemen erfolgreich gewesen wären, konnte AWS nicht beurteilen.
Was AWS vor der Veröffentlichung beobachtete
Amazon Threat Intelligence berichtete, dass MadPot am 17. Oktober 2026 einen Ausnutzungsversuch aufzeichnete. MadPot ist das Honeypot-Netzwerk von AWS: Es erfasst Angriffsversuche an eigens dafür eingerichteten Systemen.
Am 21. Oktober registrierte AWS weitere Versuche zwischen 02:00 und 08:00 UTC. Die PHP-Korrekturen wurden an diesem Tag um 14:00 UTC veröffentlicht. Nach Einschätzung von AWS deuteten unterschiedliche Payloads und Anonymisierungs-Infrastrukturen auf mehrere Akteure hin.
AWS konnte nicht feststellen, ob die beobachteten Versuche auf realen Systemen Erfolg gehabt hätten. Die Telemetrie beschreibt damit Angriffsversuche, aber keine bestätigte Übernahme eines echten Servers.
Welche PHP-Versionen die Schwachstellen beheben
PHP2Shell bezeichnet zwei Schwachstellen in der PHP-Laufzeit: CVE-2026-109618 betrifft eine Speicherbeschädigung im Umgang mit erschöpftem Speicher. Bei CVE-2026-109619 kann interner Zustand nach der Freigabe des zugehörigen Speichers bei einer späteren Anfrage erneut verwendet werden.
PHP veröffentlichte am 21. Oktober 2026 die korrigierten Versionen 8.5.12 für den 8.5-Zweig, 8.4.27 für 8.4, 8.3.36 für 8.3 und 8.2.35 für 8.2. Für Pakete von Linux-Distributionen und Anbietern mit Langzeitpflege können zurückportierte Korrekturen gelten. NeoTeo hat den Zusammenhang zwischen GPT-5.6 Sol und den PHP-Schwachstellen bereits in einem früheren Beitrag eingeordnet.
Was SuperTuxKart-Nutzer bei der Rückkehr erwartet
In seinem am 24. Oktober veröffentlichten Beitrag teilte das SuperTuxKart-Team mit, dass der Onlinedienst offline sei und es keine Hinweise auf einen Einbruch in den eigenen Server gebe. Bei der Rückkehr des Dienstes müssen alle Nutzer nach Angaben des Teams ein neues Passwort festlegen. Die Migration der Konten setzt den Abschluss einer Neuschreibung und einer Sicherheitsprüfung voraus.