Die Marktzahlen zeigen, dass sich die Situation nicht großartig geändert hat, aber die Frage schwebt weiter in der Luft: Können wir unter Linux spielen? Ist es möglich, Windows endgültig hinter sich zu lassen und auf alle unsere Lieblingsspiele zuzugreifen, ohne den Verstand zu verlieren? Es bleibt noch viel Arbeit, aber alle Pfeile scheinen in die richtige Richtung zu zeigen, und jetzt kommt eine neue Distribution hinzu, PikaOS. Was ist ihr Ziel? Den Einrichtungsprozess zu vereinfachen, um alle relevanten Umgebungen wie Steam und Lutris, Grafiktreiber und Codecs zu installieren.
Die Proton-Datenbank zeigt, dass 51 Prozent der Top-100-Spiele auf Steam bereits eine Kompatibilität zwischen Gold und Silber mit dem Steam Deck aufweisen. Warum ist das wichtig? Weil sein Betriebssystem SteamOS eine weitere Variante von Linux ist, und alle Optimierungen, die es erhält, werden früher oder später auch von anderen Distributionen genutzt werden können. Proton ist zu einem der wichtigsten Verbündeten der Benutzer geworden, um unter Linux zu spielen, aber wir brauchen, dass die Distributionen versuchen, „den Ritus abzukürzen“, sozusagen. In diese Richtung geht PikaOS.
PikaOS: Eine weitere Alternative für Linux-Gaming
Der Installationsprozess von PikaOS unterscheidet sich nicht wesentlich von Ubuntu (da es auf Ubuntu basiert), also gibt es keine Schwierigkeiten. Es hält auch einige Parallelen zum Nobara Project (eine weitere für Gaming gedachte Distribution, die auf Fedora basiert), aber es sind getrennte Projekte. PikaOS begrüßt uns mit einem Begrüßungsbildschirm, und ich empfehle definitiv, ihn nicht zu schließen, denn er enthält viele nützliche Verknüpfungen.
Der Abschnitt First Steps bietet Optionen zur Installation von proprietären Nvidia-Treibern (Serie 900 und höher) und einem Paket mit patentierten Codecs. Aber das Wichtigste erscheint unter Recommended Additions: Dort finden wir einen Link zum Metapaket PikaOS Game Utilities, das Steam, Lutris, ScummVM, Wine, Winetricks und andere fürs Spielen notwendige Abhängigkeiten kombiniert. Zu diesem Paket gehören OBS Studio, Blender, Krita, und im Abschnitt Optional Steps haben wir AMD-Treiber (Serie 400 oder höher) und Proton-GE selbst.
Was den Rest des Betriebssystems betrifft, sehen wir eine relativ standardmäßige GNOME-Installation mit einem Aktivitäten-Button, zwei virtuellen Desktops und einem „Dock“ für Verknüpfungen. In der Konsole stellen wir fest, dass PikaOS mit Nala vorinstalliert ist, einer besseren Alternative zu den klassischen apt und apt-get. Der installierte Kernel ist XanMod Version 6.1.7, und die ISO-Image-Größe von PikaOS beträgt 3,57 Gigabyte, nur in 64 Bit. Lade dir eine Kopie herunter!
Offizielle Website und Download: Hier klicken