HiLight Studio ermöglicht es, die HiLight-LEDs des Pixel 11 Pro, Pixel 11 Pro XL und Pixel 11 Pro Fold anzupassen – vorausgesetzt, auf dem Gerät läuft Android 17 (API 37). Das experimentelle Drittanbieterprojekt bietet eigene Farben, Muster und Automatisierungsregeln. Für den Zugriff auf Androids Lichterdienst braucht es Root, Shizuku oder ADB; hier geht es um den Shizuku-Weg.

Was HiLight Studio an HiLight ändert

Die rückseitige HiLight-Anordnung umfasst laut Projektbeschreibung acht LEDs. HiLight Studio kann dafür Vollfarben, animierte Muster und gespeicherte Voreinstellungen nutzen. Farben lassen sich auch aus dem Hintergrundbild ableiten.

Regeln können an Benachrichtigungen, bestimmte Kontakte oder Chats und die gerade geöffnete App anknüpfen. Wer das Telefon mit dem Display nach unten ablegt, kann Effekte auf diese Lage beschränken. Weitere Regeln reagieren auf den von Android angezeigten aktiven Mikrofon- oder Kamerastatus.

Für Benachrichtigungsregeln benötigt die App den Benachrichtigungszugriff; Regeln für Apps im Vordergrund erfordern den Nutzungszugriff. Die Mikrofon- und Kameraregeln verwenden laut Projekt den entsprechenden Aktivitätsstatus von Android und benötigen diese beiden Zugriffsrechte nicht.

Unterstützte Pixel-Modelle und Zugriff

Das Projekt nennt drei kompatible Modelle: Pixel 11 Pro, Pixel 11 Pro XL und Pixel 11 Pro Fold. Voraussetzung ist Android 17 (API 37). Für den privilegierten Zugriff auf den Lichterdienst sind Root, Shizuku und ADB als Wege vorgesehen. Root ist also nicht zwingend, wenn du Shizuku oder ADB verwendest.

Shizuku vermittelt einer App Zugriff auf privilegierte Android-Schnittstellen. Für die Kopplung dient Wireless Debugging, die drahtlose Debugging-Funktion in den Android-Entwickleroptionen.

HiLight Studio über Shizuku einrichten

Voraussetzungen

Du brauchst eines der drei genannten Pixel-Modelle mit Android 17 (API 37), HiLight Studio und Shizuku. Die Kopplung erfolgt über Wireless Debugging.

  1. Entwickleroptionen aktivieren. Tippe in den Android-Einstellungen siebenmal auf „Build-Nummer“. Dadurch werden die Entwickleroptionen freigeschaltet.
  2. Wireless Debugging einschalten. Öffne die Entwickleroptionen und aktiviere dort Wireless Debugging. Die Funktion stellt den Kopplungscode für Shizuku bereit.
  3. Shizuku koppeln. Starte in Android den Kopplungsvorgang für Wireless Debugging und gib den angezeigten Code in Shizuku ein.
  4. Shizuku starten. Starte den Dienst in der Shizuku-App, damit HiLight Studio den vorgesehenen Zugriff anfordern kann.
  5. HiLight Studio freigeben. Öffne in HiLight Studio den Bereich „Setup“, fordere den Shizuku-Zugriff an und bestätige die Anfrage.

Effekte und App-Regeln anpassen

In HiLight Studio kannst du Farben, Muster und Voreinstellungen wählen und festlegen, wann die LEDs reagieren. So kann eine Regel etwa eine Benachrichtigung einer bestimmten App mit einem eigenen Effekt verknüpfen. Andere Regeln können sich auf Kontakte oder Chats, eine App im Vordergrund oder die Lage des Telefons beziehen.

Die verfügbaren Zugriffsrechte hängen von der Regel ab: Benachrichtigungsregeln brauchen Benachrichtigungszugriff, Vordergrundregeln den Nutzungszugriff. Regeln für den aktiven Mikrofon- oder Kamerastatus greifen auf Androids Aktivitätsstatus zurück.

Abschaltung und Neustartpflege

Das Projekt setzt Grenzen für die Leuchtdauer: Umgebungseffekte enden standardmäßig nach 30 Sekunden, lassen sich aber auf bis zu fünf Minuten einstellen. Benachrichtigungseffekte sind auf eine Minute begrenzt; Effekte zum Mikrofon- oder Kamerastatus dürfen jeweils höchstens eine Minute am Stück laufen.

Bei ununterbrochenem Licht wird die Helligkeit nach zehn Sekunden gedrosselt. Außerdem darf die LED-Anordnung innerhalb eines beliebigen Zehn-Minuten-Zeitraums höchstens fünf Minuten aktiv sein. Energiesparmodus, niedriger Akkustand, Ruhezeiten, der Bildschirmstatus und „Nicht stören“ können die Ausgabe pausieren. Das sind vom Projekt beschriebene Begrenzungen der App.

Nach jedem Neustart des Telefons muss der HiLight-Renderer erneut gestartet werden. Wenn du Shizuku verwendest, muss auch dieser Dienst nach dem Neustart wieder laufen.

Wer HiLight Studio entwickelt

HiLight Studio ist ein experimentelles Drittanbieterprojekt von Dhananjay Bhosale. Das Projekt erklärt, dass es weder mit Google verbunden ist noch von Google unterstützt wird.