Pokémon GO hat vollen Zugriff auf dein Google-Konto
Pokémon GO

Es wäre jetzt verrückt, den Erfolg von Pokémon GO zu leugnen. Mit einem spektakulären Start in den USA, Servern, die der Nachfrage nicht standhalten, und Geschichten von Pokémon an seltsamen Orten, die sich häufen, hat die App eine neue Ära für die Franchise und für die erweiterte Realität im Allgemeinen eingeleitet. Leider ist nicht alles Gold, was glänzt, und wenn man den neuesten Berichten folgt, hat Pokémon GO mehrere Probleme mit erhöhten Berechtigungen und Privilegien – sowohl auf iOS als auch auf Android …

Ein überwältigender Start

Independence Day und Ghostbusters laufen im Kino, jemand namens Clinton versucht, Präsident zu werden, und alle scheinen Pokémon zu spielen. Der Kalender sagt „2016“, aber der Spruch von Snake Plissken setzt sich wieder durch: Je mehr sich die Dinge ändern, desto mehr bleiben sie gleich. Der Einfluss von Pokémon GO war so groß, dass es Nintendo in weniger als 48 Stunden fast 10 Milliarden Dollar an Wert einbrachte – das gab es seit Jahren nicht mehr. Das bestätigt, dass Nintendos Stärke in seinen Franchises liegt und dass Pokémon Jung und Alt gleichermaßen anspricht, trotz der riesigen Anzahl bestehender Spiele und einer endlosen Anime-Serie mit über 900 Episoden. Der Start von Pokémon GO war nicht perfekt: Einige im Trailer gezeigte Funktionen sind noch nicht verfügbar (Tausch, PvP-Kämpfe, Gruppenkämpfe usw.), und Niantic kämpft mit den eigenen Servern. Dazu kommen Berichte über etwas, das bei mobilen Apps üblich ist: Probleme mit Berechtigungen und Privilegien.

Berechtigungen und Datenschutz

Einfach ausgedrückt: Die Pokémon GO-App verlangt vollen Zugriff auf unsere Google-Konten, unabhängig vom Gerät (iOS oder Android). Ein Blick in die Datenschutzrichtlinien der App zeigt: Es werden IP-Adresse, E-Mail-Adresse, die zuvor besuchte Webseite, der Benutzername und der aktuelle Standort erfasst. Obwohl solche Berechtigungen nicht neu sind, macht die Mechanik von Pokémon GO die Situation deutlich besorgniserregender. Zudem kursieren bereits neue Malware-Versionen, die die Pokémon GO-Euphorie ausnutzen und fälschlich behaupten, überall auf der Welt zu funktionieren (Europa und Asien müssen weiter warten).

Wer das Problem beheben möchte, kann im Sicherheitsbereich des Google-Kontos die Pokémon GO erteilte Berechtigung widerrufen. Niantic hat jedoch erklärt, dass es sich um einen Fehler handele und die App nur grundlegende Kontoinformationen benötige – genauer Benutzer-ID und E-Mail-Adresse. Niantic betonte, dass „keine andere Art von Daten“ über Pokémon GO empfangen wurde. Die Lösung soll in zwei Teilen kommen: Ein App-Update, das die korrekte Berechtigungsstufe meldet, und eine Reduzierung der Berechtigungen durch Google. Kurz gesagt: Wer sofort handeln will, widerruft den Zugriff; ansonsten wartet man auf das nächste Update.

Offizielle Website: