Am 14. Oktober 2026 berichtete Politico, Googles Emissionen seien 2025 gegenüber 2024 um 18 Prozent gestiegen; den größten Teil des Anstiegs führte der Bericht auf KI zurück. Google-Führungskraft Hanna sagte, der wachsende Strombedarf durch KI erschwere Googles Netto-Null-Ziel für 2030.
Google bevorzugt den Anschluss ans Stromnetz
Hanna zufolge setzt Google bevorzugt auf die Versorgung über das Stromnetz und baut eigene Energiesysteme nur, wenn keine andere Möglichkeit besteht. Die zunehmende Netzüberlastung veranlasse manche Betreiber von Rechenzentren, Stromerzeugung direkt am Standort anzusiedeln. Das beschrieb Hanna als Reaktion auf Engpässe im Netz.
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Flexible Rechenlasten sollen Netzspitzen abfedern
Mit flexibler Laststeuerung – auf Englisch „Demand Response“ – können Rechenzentren Stromverbrauch zeitlich verschieben oder vorübergehend senken, wenn das Netz stark beansprucht wird. Google gibt an, 1 GW solcher Kapazität in langfristige Verträge mit großen US-Versorgern eingebunden zu haben. Nach Darstellung des Unternehmens lassen sich dafür flexible Rechenaufgaben auf andere Zeiten oder Standorte verlagern. Die 1 GW beziffern die vertraglich eingebundene Leistung, nicht eine jährlich eingesparte Strommenge. Googles Informationen zur Energieversorgung seiner Rechenzentren erläutern diesen Ansatz.
Ein Beispiel dafür schildert Google Sustainability für sein Rechenzentrum in Prior im US-Bundesstaat Oklahoma: Während Winter Storm Fern begrenzte ein Algorithmus die verschiebbaren Arbeitslasten auf einem Teil der Maschinen. Google zufolge verringerte das den Stromverbrauch des Rechenzentrums und unterstützte den Ausgleich von Stromangebot und -nachfrage.
Googles Zahlen für 2024 messen unterschiedliche Bereiche
Googles Umweltbericht für 2025 nennt für 2024 drei unterschiedliche Veränderungen gegenüber 2023: Die Gesamtemissionen des Unternehmens stiegen um 11 Prozent, der Strombedarf der Rechenzentren um 27 Prozent. Zugleich sanken deren energiebezogene Emissionen um 12 Prozent.
Die 12-Prozent-Angabe bezieht sich auf Googles marktbasierte betriebliche Energieemissionen der Rechenzentren aus Scope 1 und 2. Scope 1 umfasst direkte Emissionen; Scope 2 erfasst Emissionen aus eingekaufter Energie. Den Anstieg der Gesamtemissionen führte Google vor allem auf Lieferkettenemissionen und das Wachstum des Unternehmens zurück. Strombedarf, betriebliche Emissionen der Rechenzentren und die Gesamtemissionen des Konzerns sind also verschiedene Kennzahlen.
Google setzt KI auch für Netzanschlüsse ein
Am 10. April 2025 stellte Google eine Zusammenarbeit mit Tapestry und PJM Interconnection vor. Die geplante Plattform, die Google Cloud und Google DeepMind nutzen soll, soll neue Energieprojekte schneller an das PJM-Netz anschließen. Google beschrieb das Vorhaben als Einsatz von KI für den Netzbetrieb; ein konkretes Ziel für die Inbetriebnahme nannte das Unternehmen nicht. Google stellte die Zusammenarbeit in einem Video vor.