PrivacyBreacher: Eine App, um alle Datenschutzprobleme auf Android sichtbar zu machen
PrivacyBreacher

Die Idee, dass Android ein Sieb ist, ist nicht neu. Abgesehen davon, dass es sich aus verschiedenen Gründen mit dem „Mutterschiff“ verbindet, fordern die meisten Apps völlig unnötige Berechtigungen für ihre grundlegende Funktion, was das Potenzial für Datenlecks erhöht. Die neuesten Versionen des Betriebssystems erlauben einer App jedoch, auf viele Aspekte des Mobilgeräts und seiner täglichen Nutzung zuzugreifen, ohne überhaupt eine Berechtigung zu verlangen. Die App PrivacyBreacher dient als Proof-of-Concept, um dieses Problem aufzuzeigen, in der Hoffnung, dass Google es in Zukunft behebt.

Der Gigant aus Mountain View bietet in seinem Support-Bereich ein Mini-Tutorial zum Verwalten und/oder Ändern der App-Berechtigungen auf Android an. Der Text ist leicht zu befolgen, hat aber zwei Haken: Einige der Optionen funktionieren nur unter Android 10 oder höher (die Beta von Android 11 wird heute veröffentlicht), und ihre Verfügbarkeit variiert von Gerät zu Gerät (je nachdem, was der Hersteller entschieden hat). Mit anderen Worten: Die Erfahrung ist begrenzt und unbefriedigend.

Aber abgesehen davon, was eine App anfordern kann oder nicht, ist es eine Tatsache, dass Android bereits zu viele Informationen weitergibt, ohne dass spezifische Berechtigungen erforderlich sind. Es sei denn, sie erfüllen eine damit zusammenhängende Funktion – Apps müssen nicht wissen, wann der Bildschirm des Smartphones ein- oder ausgeschaltet wird, wann wir das Ladegerät anschließen oder wie hoch unser mobiler Datenverbrauch war. Die Open-Source-App PrivacyBreacher, die von der Entwicklergruppe DataBurn erstellt wurde, hilft uns zu erfahren, was in Android ohne Erlaubnis ausgesetzt ist.

PrivacyBreacher: Erfahre, was Android selbst ohne Berechtigungen preisgibt

PrivacyBreacher: Eine App, um alle Datenschutzprobleme auf Android sichtbar zu machen
Das Hauptmenü von PrivacyBreacher und ein Würfel zur Erfassung der Sensoränderungen

Die App hat eine sehr einfache Oberfläche mit nur drei Schaltflächen: Monitor für körperliche Aktivität, Monitor für Telefonaktivität und Telefoninformationen. Die erste demonstriert den schnellen Zugriff einer App auf alle Sensoren des Mobilgeräts, indem sie Geschwindigkeit, Richtung und Winkel misst und so eine mögliche „3D-Visualisierung“ der Hände und des Körpers des Benutzers ermöglicht.

Die zweite Schaltfläche zeigt Geräteereignisse wie den zuvor erwähnten Anschluss eines Ladegeräts oder die Herstellung einer physischen Verbindung zu einem Computer über USB. Schließlich zeigt uns Telefoninformationen die vollständige Liste der installierten Apps, die seit dem Start des Geräts genutzten Mobil- und WLAN-Daten, die „Uptime“ des Smartphones und die Kombination aus Name, Marke, Hersteller, Datum und Uhrzeit der Herstellung.

PrivacyBreacher: Eine App, um alle Datenschutzprobleme auf Android sichtbar zu machen
Denk dran: Die App greift auf diese Informationen ohne Berechtigungen zu

Auch hier kann PrivacyBreacher all dies ohne Berechtigungen tun. Seine Entwickler erkennen an, dass einige dieser Punkte bereits unter Android 10 blockiert wurden, aber der Rest ist immer noch da. Das einzige Problem ist, dass PrivacyBreacher nur unter Android 9 oder höher funktioniert, also bei weniger als 11 Prozent der aktiven Geräte. Eines ist sicher: Google muss die Berechtigungskontrolle stärken und erweitern und gleichzeitig den Zugriff auf Low-Level-Elemente blockieren. Natürlich sind nicht alle Apps bösartig, aber es ist auch nicht logisch, so leichtfertig den Vertrauensvorschuss zu gewähren.

Download über den Play Store: Hier klicken

GitHub-Profil: Hier klicken

https://old.neoteo.com/como-ejecutar-apps-de-android-en-linux/