Am 19. Oktober 2026 berichtete Expansión, US-Botschafter bei der EU Andrew Puzder habe europäischen Unternehmen für den Fall, dass Brüssel seine Pläne zum Satellitenfunkspektrum umsetzt, vor potenziell verheerenden Folgen gewarnt. Die Europäische Kommission hat ein Auswahlverfahren für das harmonisierte 2-GHz-Band vorgeschlagen. Expansión meldete außerdem ein Vorhaben von vier Telekommunikationsunternehmen, die einen Dienst ab 2029 anstreben.
Puzders Warnung und der Plan der Betreiber
Puzder warnte laut Expansión bedingt: Die möglichen Folgen beträfen europäische Unternehmen, falls die EU den Zugang außereuropäischer Anbieter zu den Frequenzen beschränke. Expansión schrieb die Äußerung einem Interview mit der Financial Times zu.
In demselben Bericht meldete Expansión, Deutsche Telekom, Orange, Vodafone und Telefónica hätten ein Gemeinschaftsunternehmen angekündigt, das sich um das geplante Spektrum für direkte Satellitenverbindungen zu Endgeräten (Direct-to-Device, D2D) bewerben wolle. Der Dienst soll demnach 2029 starten. Zunächst wollten die vier Betreiber einen Anbieter mit vorhandener Kapazität beauftragen.
Was die Kommission für das 2-GHz-Band vorschlägt
Die Europäische Kommission nahm am 27. Mai 2026 einen Vorschlag für ein EU-weites Auswahlverfahren für Anbieter mobiler Satellitenfunkdienste (MSS) im harmonisierten 2-GHz-Band an. D2D bezeichnet dabei Verbindungen, bei denen ein Satellit direkt mit einem Endgerät kommuniziert. Die Kommission nennt neben kommerziellen Diensten auch Sicherheit und Verteidigung als Einsatzbereiche. Einheitliche Genehmigungen sollen grenzüberschreitende Dienste in der EU ermöglichen, wie die Kommission in ihrer Mitteilung erläutert.
Der Vorschlag soll die Entscheidung von 2008 ersetzen, die nach Angaben der Kommission im Mai 2027 ausläuft. Die Frequenzen sind damit Gegenstand eines vorgeschlagenen Auswahlverfahrens; die Kommission hat noch keine Vergabe abgeschlossen. Ihre Vorschlagsseite beschreibt das geplante EU-weite Genehmigungssystem.
Welche Rolle Starlink in der Debatte spielt
Expansión beschrieb drei vorgesehene Lose: eines für staatliche und militärische Kommunikation, eines für einen europäischen D2D-Anbieter und ein kommerzielles Los, das Anbietern jeder Nationalität offenstehen solle. Der Bericht zitierte außerdem die Kommission mit der Aussage, das Verfahren bleibe für Anbieter außerhalb der EU offen.
SpaceX kritisierte laut Expansión den Vorschlag und warnte vor möglichen Einschränkungen der Starlink-Verbindung in der Ukraine. Das Unternehmen stellte damit ein mögliches Risiko in den Raum; die konkrete Zuteilung steht noch aus.