In der Vergangenheit haben wir gesehen, wie Spiele wie Doom auf sehr ungewöhnlichen Plattformen liefen – etwa auf einem Drucker, einem Thermostat oder einem Geldautomaten. Jetzt ist Quake an der Reihe. Der finnische Programmierer Pekka Väänänen hat beschlossen, diesen FPS-Klassiker auf einem Hitachi V-422 Oszilloskop zu reproduzieren, was im Grunde ein faszinierendes „demake“ darstellt.
Das ungewöhnliche Projekt
Ein Projekt, das man im Web leicht findet, besteht darin, einen alten Computer zu nehmen, seine Teile zu entfernen und durch moderne Hardware zu ersetzen. Manche halten das für ein Sakrileg, aber das hat Ideen wie einen Raspberry Pi in einem Commodore 64 nicht verhindert. Es gibt auch andere Optionen, angefangen mit der Entwicklung von Schnittstellen, um Retro-Komponenten mit modernen Computern zu verbinden. Täglich mit einer IBM Model M Tastatur aus dem Jahr 1993 zu schreiben, ist ein überzeugender Beweis dafür, aber manche Enthusiasten gehen noch weiter.
Es ist wahrscheinlich, dass die Initiative des finnischen Programmierers Pekka Väänänen keine direkten Vorläufer hat. Schließlich hat der Durchschnittsnutzer keinen Grund, ein Oszilloskop an einen Computer anzuschließen. Andererseits... Väänänen ist kein Durchschnittsnutzer. Der technische Bericht, den er auf seinem persönlichen Blog veröffentlicht hat, ist fortgeschrittener als erwartet, und die Tatsache, dass er ein Hitachi V-422 Oszilloskop (schätzungsweise zwanzig Jahre alt) verwendet hat, ist noch überraschender.
Das erste Level von Quake besteht aus instabilen Linien, und das Tiefengefühl, das der Bildschirm vermittelt, ist anfangs schwer zu erkennen. Aber der Punkt ist, dass die Praxis die Theorie begleitet hat, und es ist keinen Wahn mehr, Quake auf einem Oszilloskop zu spielen.
Väänänen hat auf seiner offiziellen Website die Audiodateien hochgeladen, damit jeder Interessierte das erste Level von Quake auf seinem eigenen Oszilloskop abspielen kann. Eine der Modifikationen, die er an seiner Konfiguration vornehmen musste, war der Austausch der Soundkarte durch ein USB-Äquivalent, um ein niederfrequentes Rauschen zu beseitigen, das die Wiedergabe auf dem Oszilloskop beeinträchtigte.
Eine Hommage an die Videospielgeschichte
Warum ist Väänänens Leistung wichtig? Weil sie eine Art Hommage an das berühmte Tennis for Two darstellt, das William Higinbotham im Oktober 1958 präsentierte. Das war das zweite elektronische Spiel, das einen Bildschirm zur Anzeige von Grafiken nutzte, und dieser Bildschirm war ein Oszilloskop.
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