Der Raspberry Pi 5 kam im September 2023 auf den Markt, und anders als bei den Vorgängermodellen war das Angebot zunächst auf Varianten mit 4 GB und 8 GB RAM beschränkt. Von Anfang an setzte das viel Druck auf den Preis, und mit einem Durchschnittspreis von 75 Euro für die 4-GB-Version wurde die Hardware nicht so beliebt wie erwartet. Wie lautet die Antwort der Raspberry Pi Foundation? Eine Variante mit 2 GB, optimiertem Silizium und niedrigeren Kosten auf den Markt zu bringen…
Angesichts fehlender erschwinglicher Optionen zögern DIY-Enthusiasten nicht, ihre Strategien anzupassen, und genau das geschah nach der Einführung des Raspberry Pi 5. Die Anfangspreise lagen bei 60 Dollar (4 GB) und 80 Dollar (8 GB), doch heute ist es schwierig, den RPi5 mit 8 GB für weniger als 90 Dollar zu finden, oder 105 Euro (!) in europäischen Geschäften. Für dieses Budget kaufen die Nutzer gebrauchte Mini-PCs von Dell, Lenovo und/oder HP, die alle Aufgaben des Raspberry Pi 5 erfüllen können und obendrein mehr als genug Leistung bieten.
Raspberry Pi 5 mit 2 GB für 50 Dollar
Glücklicherweise scheint die Raspberry Pi Foundation den Handschuh aufgenommen zu haben, und auch wenn der Raspberry Pi 5 „150-mal schneller“ ist als das Originalmodell (offizieller Ausdruck, nicht meiner), so braucht er doch ein wenig Hilfe. Diese Hilfe kommt in Form einer neuen Version mit zwei wichtigen Änderungen. Die erste ist das D0-Stepping des BCM2712-Chips, das einen Großteil des sogenannten „dunklen Siliziums“ eliminiert, das Platz auf dem Wafer belegt, aber im Mini-Computer nicht genutzt wird. Die zweite ist ein klassischer Trick: Den Arbeitsspeicher des günstigsten Modells halbieren.
Es versteht sich von selbst, dass viele Anwendungen die Auswirkungen von 2 GB RAM spüren werden, aber nicht alle Nutzer benötigen für ihre Projekte 4 oder 8 Gigabyte. Das Ergebnis dieser neuen Konfiguration (Optimierung + Beschnitt) ist eine Preissenkung um 10 Dollar. Der Raspberry Pi 5 mit 2 GB sollte mit einem Preis von 50 Dollar in den Läden erscheinen.
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