Raspberry Pi Zero in einen „USB-Stick“ verwandeln
RPi Zero

Okay, kein USB-Stick im herkömmlichen Sinne, sondern wir wollen den beliebten Mini-Computer ähnlich anschließen wie USB-Sticks und Dongles. Eines der zahlreichen Hindernisse bei der Verwaltung eines Raspberry Pi ist die Notwendigkeit, für jede noch so kleine Änderung die Kombination aus Tastatur-Maus-Monitor zu verwenden – beim Raspberry Pi Zero ist das besonders unpraktisch. Doch mit einer kleinen Hardware-Modifikation und der Bearbeitung einiger Dateien im Betriebssystem wird aus dem Zero ein vollständig über USB verwalteter Computer.

So wird aus dem Zero ein USB-Dongle

Hast du dir einen Raspberry Pi Zero zugelegt? Wenn ja, haben wir etwas sehr Interessantes für dich. Der Zero mag allein preiswert sein, aber er benötigt mehrere zusätzliche Accessoires, um seinen Mangel an Ports auszugleichen. Je nach Region könnte das ihn teurer machen als seine größeren Brüder, so lächerlich das auch klingen mag. Abgesehen von den Kosten ist der große Vorteil des Zero seine Größe. Fast könnte er sich wie ein Dongle verhalten, wäre da nicht das Fehlen eines USB-Anschlusses in voller Größe. Das heißt… warum also nicht einen hinzufügen? Der USB-Port kann von jedem anderen Zubehör geborgen werden (ein defekter USB-Stick zum Beispiel), und der Rest beschränkt sich auf das Löten von vier Kabeln: zwei für die Datenkanäle (unter dem Haupt-Micro-USB), eines für 5 Volt und eines für Masse (vom anderen Micro-USB oder über GPIO).

Die notwendigen Anpassungen

Bevor du den Zero mit dem neuen Port verbindest, musst du zwei Dateien auf der microSD-Karte ändern, die das Betriebssystem-Image von PIXEL oder Raspbian enthält, nämlich config.txt und cmdline.txt. Das Video erklärt genau, welche Befehle einzugeben sind. Sobald die Änderungen durchgeführt sind, wechselst du die Karte vom Computer zum Raspberry Pi, verbindest ihn mit dem USB-Port des Computers und lässt ihn starten. Der Fernzugriff auf den Zero erfolgt über PuTTY oder Ähnliches, mit dem Hostnamen „raspberrypi.local“ auf Port 22, Benutzername „pi“ und Passwort „raspberry“. An dieser Stelle hat der Zero keinen Internetzugang, aber es reicht, die aktive Verbindung unter Windows zu teilen.

Der letzte Schliff: VNC aktivieren

Ich persönlich halte die Aktivierung des VNC-Servers für die wichtigste Anpassung. Mit dieser Funktion haben wir die Möglichkeit, auf den Desktop des Zero zuzugreifen, ohne zusätzliche Tastaturen, Mäuse oder Monitore zu benötigen. Kurz gesagt: zwei Computer in einem, Windows und Linux gleichzeitig, ohne Virtualisierung.

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