Fast jeder PC kann uns aus der Patsche helfen, aber wenn es um Portabilität geht, setzen viele Enthusiasten auf einen SBC, um Dateien zu verarbeiten und eine gewisse Konnektivität zu erreichen. Mit diesem Gedanken kommen wir zum Recovery Kit von Jay Doscher, das einen Raspberry Pi 4, eine Pelican-1300-Box, einen Netgear-Switch zur Vervielfachung der Ethernet-Ports und eine personalisierte „ortholineare“ Tastatur kombiniert.
Ich werde nicht leugnen: Amazon bietet einfache Laptops für weniger als 200 Euro an, die jeden Standard-SBC in den Schatten stellen, sofort einsatzbereit sind und keine zusätzliche Hardware benötigen. Mit anderen Worten, sie können in den richtigen Umgebungen als „Notfallsysteme“ fungieren, ohne allzu viele Überraschungen. Das Problem mit diesen Geräten ist, dass sie kaum Flexibilität bieten. Die Anzahl der Ports ist begrenzt, es gibt keinen GPIO-Zugriff, die Tastaturen sind meistens Schrott … die Liste geht weiter. Das Recovery Kit von Jay Doscher versucht, all diese Details zu lösen, und obwohl es keinen wirtschaftlichen Weg vorschlägt, trifft es einige interessante Entscheidungen.
Recovery Kit: Ein Raspberry Pi für unterwegs
Die offizielle Seite erklärt uns, dass dies in Wirklichkeit die zweite Version des Recovery Kits ist. Der Ausgangspunkt bleibt derselbe mit einer Pelican-1300-Box und einem Netgear-Switch, der die Einrichtung eines Ethernet-Netzwerks vereinfacht. In dieser Überarbeitung wurde jedoch auf den Raspberry Pi 4 „heruntergestuft“, um nicht so viel Druck auf die Batterie auszuüben. Offensichtlich bedeutet das einen Leistungsverlust (und der RPi 4 verwendet eine microSD-Karte für sein Betriebssystem), aber es wird nicht unmöglich zu benutzen.
Ein weiterer auffälliger Aspekt des Recovery Kits ist seine Tastatur: Die Basis ist ein ortholineares Planck-PCB mit einem 40-Prozent-Layout, aber Jay hat eine Reihe von Halterungen hinzugefügt, damit sie im Deckel des Pelican 1300 verriegelt werden kann. Statt weiterer Schrauben setzt dieses Recovery Kit auf das Konzept des „Press-Fit“, um den Werkzeugeinsatz zu minimieren. Dies spiegelt sich auch in den Steckverbindern und internen Kabeln wider. Der Touchscreen ist der offizielle von Raspberry Pi, und auf der Batterieseite finden wir eine Shargeek STORM2 Slim mit integriertem LCD.
Zum Schluss … ja, das Projekt ist teuer. Zwischen dem Raspberry Pi 4 und der Pelican-Box haben wir bereits etwa 200 Euro (die restlichen Komponenten noch nicht eingerechnet), und die Druckdateien sind nicht Open Source (Jay verlangt 5 Dollar dafür). Trotzdem glaube ich, dass es hier gute Ideen gibt, und nichts hindert uns daran, etwas Ähnliches mit geringeren Kosten zu bauen.
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