Robinhood kündigte am 29. September 2026 Robinhood Agents an, einen KI-Dienst innerhalb der App, der Märkte recherchieren, Anlagestrategien entwickeln und Trades ausführen soll. Das Unternehmen stellte den Zugang für berechtigte Kunden in den USA als bevorstehend in Aussicht.

So soll Robinhood Agents funktionieren

Nutzer sollen in der App einen Agenten benennen, ein separates Agentenkonto eröffnen, ein KI-Modell auswählen und eigene Anweisungen sowie Limits festlegen können. Robinhood beschreibt den Agenten als Werkzeug für die Marktrecherche und Analyse von Depotbeständen, mit dem sich Strategien entwickeln und Handelsaufträge platzieren lassen sollen. Das Guthaben auf dem Agentenkonto ist von den übrigen Konten getrennt.

Bei Robinhood Agents sind Handelsfreigaben standardmäßig eingeschaltet. Nutzer können diese Einstellung ändern; bei aktivierter Freigabe muss ein Trade bestätigt werden, bevor der Agent ihn platziert. Für bestimmte Handelsaufträge kann auch dann eine Zustimmung erforderlich sein, wenn Freigaben ausgeschaltet sind.

Robinhood kündigte außerdem sogenannte Loops als spätere Ergänzung an. Damit sollen wiederkehrende oder fortlaufende Anweisungen möglich werden, etwa eine regelmäßige Marktbeobachtung.

Robinhood Agents und Trading MCP sind verschiedene Angebote

Robinhood stellte Agents als In-App-Angebot vor. Das zuvor am 27. Mai 2026 angekündigte Trading MCP ist dagegen ein Zugang für externe KI-Agenten: Nutzer verbinden eine selbst gewählte KI-Plattform über das Model Context Protocol (MCP), einen Standard zur Anbindung von KI-Agenten an Apps und Dienste.

Am 29. September 2026 meldete Robinhood, dass mehr als 150.000 Kunden über das frühere MCP-Angebot Agentenkonten eröffnet hätten. Agenten hätten die Werkzeuge von Robinhood fast 30 Millionen Mal pro Tag genutzt. Diese Zahlen beziehen sich auf Konten und Werkzeugaufrufe des MCP-Angebots.

Welche Risiken Robinhood nennt

Robinhood warnt, dass Agenten Fehler machen, Anweisungen missverstehen oder mit unvollständigen beziehungsweise veralteten Informationen arbeiten können. Auch unerwartetes Verhalten sei möglich. Kunden trügen die Risiken der von Agenten ausgeführten Trades und der Datennutzung durch externe Modellanbieter; im schlimmsten Fall könnten sie ihre gesamte Anlage verlieren.