Der Ryzen 5 5500F ist ein AM4-Prozessor mit sechs Kernen, zwölf Threads und PCIe 4.0. Tom’s Hardware maß in einem 16-Spiele-Test bei 1080p einen Vorsprung von 8,6 Prozent vor dem Ryzen 5 5500. Das Ergebnis hängt vom Spiel ab: Gegen den Core i3-14100F lag der 5500F im Mittel knapp zurück, in einzelnen Titeln fiel der Abstand deutlicher aus. Für ein preisbewusstes AM4-System ist er vor allem dann interessant, wenn PCIe 4.0 zählt und bereits eine separate Grafikkarte vorhanden ist.

Was sich gegenüber dem Ryzen 5 5500 ändert

AMD ordnet den Ryzen 5 5500F der Zen-3-Familie Vermeer und dem Sockel AM4 zu. Er erreicht einen Basistakt von 3,0 GHz und einen maximalen Boost-Takt von bis zu 4,4 GHz. Der Ryzen 5 550 kommt aus der Familie Cezanne, taktet mit 3,6 GHz Basis und bis zu 4,2 GHz Boost. Beide haben 16 MB L3-Cache, also denselben großen Zwischenspeicher für häufig benötigte Daten.

Der wichtigste Plattformunterschied ist PCIe 4.0 beim 5500F gegenüber PCIe 3.0 beim Ryzen 5 5500. Welche Rolle das spielt, hängt von den eingesetzten PCIe-Geräten ab. Für ein vorhandenes AM4-Mainboard nennt AMD die Chipsatzfamilien X570, X470, X370, B550, B450, B350 und A520; je nach Board kann eine passende BIOS-Version nötig sein.

Der 5500F hat keine integrierte Grafik. Für die Bildausgabe ist daher eine separate Grafikkarte erforderlich. AMD führt den Wraith Stealth als Kühler für die Box-Version auf.

Gaming-Leistung: Durchschnitt und Unterschiede je Spiel

RandomGaminginHD testet den Ryzen 5 5500F in mehreren Spielen und blendet während der Spielszenen Leistungswerte ein.
RandomGaminginHD vergleicht den Ryzen 5 5500F und Ryzen 5 3600 bei 1080p mit einer RTX 5070 Ti; das Video zeigt Durchschnittswerte und Perzentilwerte.

Tom’s Hardware testete 16 Spiele mit einer RTX 5090 Founders Edition bei 1080p und gemischten High- und Ultra-Einstellungen. Das geometrische Mittel, ein zusammenfassender Durchschnitt über die getesteten Titel, setzte den Ryzen 5 5500F 8,6 Prozent vor den Ryzen 5 5500. Bei den 1%-Lows, also den niedrigsten Bildraten im langsamsten Prozent der Messungen, betrug der Vorsprung gegenüber dem 5500 11,7 Prozent. Gegenüber dem Core i3-14100F mit DDR4 lag der 5500F im Spiele-Mittel 2,8 Prozent zurück.

Vergleich und MessgrößeErgebnisTestbedingungen
Ryzen 5 5500F gegenüber Ryzen 5 5500, Gaming-Mittel8,6 % Vorsprung16 Spiele, 1080p, RTX 5090 Founders Edition, High und Ultra gemischt
Ryzen 5 5500F gegenüber Ryzen 5 5500, 1%-Lows11,7 % VorsprungGeometrisches Mittel der Gaming-Messungen
Ryzen 5 5500F gegenüber Core i3-14100F mit DDR4, Gaming-Mittel2,8 % Rückstand16-Spiele-Test bei 1080p
Ryzen 5 5500F gegenüber Ryzen 5 5500, Mehrkern-Geomean10 % VorsprungProduktivitätstests von Tom’s Hardware
Ryzen 5 5500F gegenüber Core i3-14100F, Mehrkern-Geomean24,2 % VorsprungProduktivitätstests von Tom’s Hardware
Ryzen 5 5500F gegenüber Ryzen 5 5500, Single-Thread-Geomean5 % VorsprungProduktivitätstests von Tom’s Hardware

Die Einzelspiele zeigen, warum der Durchschnitt keine feste Prognose für jedes System liefert. In Final Fantasy XIV lag der 5500F 15 Prozent hinter dem Core i3-14100F, in Flight Simulator 24 betrug der Rückstand 18,9 Prozent. Gegenüber dem Ryzen 5 5500 lag der 5500F unter anderem in Cyberpunk 2077 um 9,2 Prozent und in Flight Simulator 24 um 9,6 Prozent vorn.

RandomGaminginHD testete den Ryzen 5 5500F außerdem in mehreren Spielen. Die eingeblendeten Leistungswerte stammen aus diesem Video und sind von den Messungen bei Tom’s Hardware zu unterscheiden.

Ein separates Video von RandomGaminginHD vergleicht den Ryzen 5 5500F mit dem Ryzen 5 3600 bei 1080p und einer RTX 5070 Ti. In Baldur’s Gate 3 bei hohen Einstellungen nennt der Creator durchschnittlich 87 Bilder pro Sekunde für den 5500F und 79 für den Ryzen 5 3600. In Counter-Strike 2 lag der Durchschnitt des 5500F laut Video etwa 12 bis 13 Bilder pro Sekunde höher. Die leistungsstarke Grafikkarte diente dabei dazu, CPU-Unterschiede deutlicher hervortreten zu lassen.

Mehrkernleistung und Stromverbrauch

Bei den Mehrkern-Geomeans lag der 5500F in Tom’s Hardware’ Produktivitätstests 10 Prozent vor dem Ryzen 5 5500 und 24,2 Prozent vor dem Core i3-14100F. Im Single-Thread-Geomean betrug sein Vorsprung vor dem Ryzen 5 5500 fünf Prozent. Diese Mittelwerte ersetzen keine Einschätzung einzelner Anwendungen: Laut Test hatten beide Budget-Prozessoren bei anspruchsvollen Kreativprogrammen Mühe, und beim VP9-Encoding mit HandBrake war der Ryzen 5 5500 eine Bildrate pro Sekunde schneller.

Tom’s Hardware maß die Leistungsaufnahme an den EPS-Kabeln des Prozessors. Der Ryzen 5 5500F verbrauchte dabei 6 W im echten Leerlauf, 7 W bei der YouTube-Wiedergabe und durchschnittlich 61 W im Spiele-Testlauf. Die 65 W Standard-TDP sind eine Herstellerangabe und nicht mit diesen Messwerten gleichzusetzen. Auch die Richtung hängt vom Einsatz ab: Im Gaming-Test verbrauchte der 5500F mehr als der Ryzen 5 5500, während er in einzelnen Anwendungstests weniger benötigte.

Deutscher Preis und Alternativen

PC Games Hardware meldete am 15. September 2026 einen Preis von 99,90 Euro für den Ryzen 5 5500F in der Box-Version. Im selben deutschen Preisvergleich stand der Ryzen 5 5500 bei 79,89 Euro. Der Abstand betrug damit rund 20 Euro beziehungsweise etwa 25 Prozent. Das ist eine datierte Preisbeobachtung, kein aktuelles Angebot.

Wer bereits ein AM4-System besitzt, kann den Aufpreis für den 5500F gegen PCIe 4.0 und die gemessenen Leistungsabstände abwägen. Der Ryzen 5 5500 bleibt die günstigere der beiden Optionen; beide haben 16 MB L3-Cache. Der Ryzen 5 5600 bietet 32 MB L3-Cache. Die Cachegröße allein sagt jedoch keinen konkreten FPS-Abstand voraus.

Für wen sich der Ryzen 5 5500F eignet

Der Ryzen 5 5500F passt zu einem preisbewussten AM4-Spielerechner, wenn eine separate Grafikkarte vorhanden ist und PCIe 4.0 gewünscht wird. Seine Ergebnisse gegenüber dem Ryzen 5 5500 fallen in den getesteten Spielen unterschiedlich aus, und der deutsche Preis lag in der datierten Beobachtung deutlich über dem des Ryzen 5 5500. Wer einen Rechner ohne Grafikkarte starten möchte, braucht eine andere Lösung, denn der 5500F liefert keine integrierte Grafik.