Meine Damen und Herren, Ryzen ist Realität. Der Vorverkauf hat vor wenigen Stunden begonnen, und die ersten Einheiten werden am 2. März in den Regalen liegen. Zur allgemeinen Begeisterung kommen offizielle Daten von AMD (die ihr eigenes Leistungsziel übertroffen haben), und neue Benchmarks, die das konkurrenzfähige Profil der Chips gegenüber Intels Hardware hervorheben. Dieser Start konzentriert sich auf die drei schnellsten Prozessoren der Familie, aber die restlichen Modelle sind nicht weit entfernt.
AMD zog nach San Francisco, um die offiziellen Ryzen-Prozessoren vorzustellen. Mit CEO Lisa Su auf der Bühne und ein paar riesigen Bildschirmen dahinter begann eine Parade aus Folien und Benchmarks. Glücklicherweise erwiesen sich die Informationen, die wir über die Gerüchteküche erhielten, als ziemlich genau: Die drei Top-Modelle von AMD Ryzen besitzen acht Kerne und sechzehn Threads, mit sehr konkurrenzfähigen Preisen (nur eine Abweichung von zehn Dollar bei zwei Chips) im Vergleich zu Intels Angebot. AMD bestätigte, dass der Vorverkauf bereits aktiviert ist und der allgemeine Start weiterhin am 2. März stattfinden wird. Wollt ihr wissen, was der Gigant aus Sunnyvale gezeigt hat? Schauen wir mal ...
Mehr Leistung als erwartet
Erinnert ihr euch an die Ankündigung, die eine Leistungssteigerung von 40 Prozent bei Befehlen pro Takt gegenüber den Excavator-Kernen versprach? Nun, es stellt sich heraus, dass Ryzen über dieser Marke liegt und 52 Prozent zusätzliche IPC liefert. Ich gebe zu, dass die ursprünglichen 40 Prozent für eine neue Architektur zu optimistisch schienen, insbesondere wenn man die minimalen Sprünge von Intel mit seinen Plattformen betrachtet, aber es sind großartige Neuigkeiten, dass AMD es geschafft hat. Natürlich müssen diese Daten mit unabhängigen Benchmarks verifiziert werden, die mindestens bis Donnerstag nächster Woche unter Geheimhaltungsvereinbarungen begraben sind. Das Einzige, was AMD teilte, waren zwei Tests: Ryzen 7 1800 X gegen Intel Core i7-6900K in Cinebench R15 und Ryzen 7 1700 gegen Core i7-7700K in Handbrake. Im ersten Duell waren die Prozessoren im Single-Thread gleichauf, gefolgt von einem Vorsprung von 9 Prozent zugunsten von Ryzen im Multi-Thread-Benchmark. Im zweiten Fall verschaffte sich der Ryzen-Chip einen Vorsprung von zehn Sekunden gegenüber seinem Gegner.
Preise und Konkurrenz
Nun wird das Gewicht dieser Benchmarks noch wichtiger, wenn man den Preis in die Gleichung einbezieht. Der Ryzen 7 1800X ist ein Prozessor für 499 Dollar, während der i7-6900K bei etwa 1.000 Dollar liegt. Andererseits kostet der Ryzen 7 1700 329 Dollar, etwa 20 Dollar weniger als der i7-7700K. Was ist mit den kleineren Varianten? Wir müssen noch warten, aber ein durchgesickerter Benchmark zeigt, dass der Ryzen 5 1600X (6C/12T, bisher 259 Dollar) auf dem gleichen Niveau wie der Core i7-6800K (6C/12T, 434 Dollar) liegt. Wer sich bereits entschieden hat, einen Ryzen-Prozessor zu kaufen, sollte wissen, dass es mehr als 80 kompatible Mainboards mit dem AM4-Sockel geben wird und die OEMs ihre ersten kompletten Ryzen-Computer in weniger als 30 Tagen haben werden.